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Mediziner Jochen Maas : „Wir müssen mit dem Virus leben lernen“

Besucher gehen über den Pop-Up-Freizeitpark „Düsselland“ in Düsseldorf Bild: dpa

Der Vizepräsident des Frankfurter „House of Pharma & Healthcare“, Jochen Maas, geht davon aus, dass eine zweite Corona-Welle kommt. Für eine Katastrophe hält er das aber nicht.

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          Das Coronavirus bestimmt schon seit Monaten unser Leben und wird das noch für eine längere Zeit tun. Werden wir lernen müssen, mit dem Virus zu leben?

          Ja, denn wir leben seit Millionen von Jahren mit Viren. Menschen, Tiere, Pflanzen, ja sogar Bakterien werden von ihnen befallen, aber alle Lebensformen haben Mechanismen entwickelt, damit umzugehen. Und werden das auch weiterhin tun müssen, auch wir Menschen.

          Aber es soll doch ein Impfstoff kommen?

          Daran wird auch ein Impfstoff nichts ändern, den es im Übrigen für viele virale Erkrankungen trotz intensiver Forschung nicht gibt, das HIV-Virus ist das klassische Beispiel hierfür. Aids ist zur Pandemie geworden und hat sich über den ganzen Globus ausgebreitet – und wir leben damit. Zugegebenerweise mit sehr unterschiedlichen und teilweise auch noch katastrophalen Auswirkungen vor allem in Afrika, aber in anderen Regionen hat die Menschheit das Virus halbwegs unter Kontrolle – ohne es auszurotten. Andere virale Erkrankungen konnten durch rigide Maßnahmen – Gott sei Dank – regional eingeschränkt werden, man denke nur daran, wenn Ebola auch pandemische Ausmaße angenommen hätte.

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