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Masterplan für Senckenberg-Museum : Mehr Platz nicht nur für Dinosaurier

  • Aktualisiert am

Entwurf: Die Computer-Visualisierung zeigt den Jügelbau des Senckenberg-Museums in Frankfurt Bild: dpa

22 Millionen Sammlungsobjekte besitzt das Frankfurter Forschungsinstitut Senckenberg. Wenn in vier Jahren der Umbau abgeschlossen ist, werden sie endlich angemessen gelagert.

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          Die Baugenehmigung wird in den nächsten Tagen erwartet, im Februar sollen die ersten Gebäudeteile abgerissen werden, im Mai die eigentlichen Bauarbeiten beginnen: Bis 2018 werden das Senckenberg-Forschungsinstitut und das angeschlossene Museum umgebaut und deutlich erweitert. Es handle sich um eine „sehr komplexe Baumaßnahme“, sagte Projektleiter Gerd Mangel bei der Vorstellung des Masterplans.

          Das Institut dehnt sich demnach auf zwei benachbarte Altbauten aus, die durch den Umzug der Goethe-Universität frei wurden: den sogenannten Jügelbau und das Gebäude der Alten Physik, beide von 1904 bis 1906 erbaut. Sie werden nach dem Umbau durch gläserne Brücken verbunden. Die Senckenberg-Erweiterung ist Teil des geplanten Kulturcampus.

          Land trägt Großteil der Kosten

          Die Institutsfläche wächst von knapp 15.000 auf 25.000
          Quadratmeter; das Museum wird von 8000 auf 13.000  Quadratmeter erweitert. Die Baukosten von 116,8 Millionen Euro plus Rückbauaufand trägt hauptsächlich das Land Hessen, der Bund steuert 38 Millionen Euro bei.

          Zuschauermagnet: Dinosaurier im Senckenberg-Museum

          Das Senckenberg-Institut werde attraktiver für Wissenschaftler aus aller Welt, sagte Mangel - auch ein Tagungszentrum ist geplant. Weiterer Gewinn: Barrierefreiheit nicht nur für Museumsbesucher, sondern auch für die 22 Millionen Sammlungsobjekte, die im Haus hin- und hergefahren werden müssen.

          Hochexplosives Inventar

          Manche Sammlungsobjekte wie etwa Steine sind tonnenschwer und so eine Herausforderung für die Statik, Felle müssen kühl gelagert werden, andere wie Präparate in Alkohol sind hochexplosiv. Im Widerspruch zu diesen Anforderungen stehen die Auflagen des Denkmalschutzes, der verbietet, dass die historischen Fassaden verändert werden.

          Federführender Architekt ist Peter Kulka, dessen Büro unter anderem den brandenburgischen Landtag ins Potsdamer Stadtschloss integrierte.

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