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Millionenboni für Bank-Manager : „Das ist nicht vermittelbar“

Turbulente Zeiten: Das Logo der Deutschen Bank strahlt an den Hochhaustürmen in Frankfurt. Bild: EPA

Kursverfall, Entlassungen, Fusionsdruck bei der Deutschen Bank – und dennoch Milliardenboni für die Manager. Bei den Beschäftigten wachsen Unzufriedenheit und Unruhe.

          5 Min.

          Am Abend nach der Führungskräftetagung herrschte bei der Deutschen Bank mal wieder ein Fünkchen Aufbruchstimmung. Doch kurz danach erlosch die Flamme wieder. Es war im November vergangenen Jahres, als sich Direktoren und Manager der größten Bank des Landes im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens einfanden und über die Zukunft des Konzerns philosophierten. Unter anderem soll Rechtsvorstand Karl von Rohr verkündet haben, man sei in der Aufarbeitung alter Rechtsfälle, die die Bank zuletzt immer wieder schwer belastet hatten, top aufgestellt und habe alles weggeräumt, wie ein Mitarbeiter berichtet. Danach gingen viele Angestellte mit einem guten Gefühl nach Hause. Aber das war nur von kurzer Dauer.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn wie um von Rohrs Worte zu widerlegen, parkten schon am nächsten Tag mehrere Dutzend Polizeiwagen vor den Doppeltürmen der Bank. 170 Beamte durchsuchten die Räume wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Was in der Öffentlichkeit hohe Wellen schlug, war für die Betroffenen ein Schock. Ein Mitarbeiter soll die Polizisten gebeten haben, doch wenigstens ihre Pistolen abzulegen, schließlich, so das Argument, sei die Belegschaft selbst doch auch unbewaffnet.

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