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Marktanteil auf Tiefpunkt : „Negativ-Meldungen über Opel schrecken Käufer ab“

  • Aktualisiert am

Der Marktanteil von Opel in Deutschland ist laut Studie auf sieben Prozent gesunken Bild: dpa

Der Opel-Marktanteil ist nach einer Studie in den ersten vier Monaten des Jahres auf einen historischen Tiefpunkt gesunken. Grund seien die Negativ-Schlagzeilen.

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          Die anhaltenden Spekulationen über Lohnkürzungen und Werksschließungen beim angeschlagenen Autobauer Opel schrecken nach einer Analyse zunehmend potenzielle Käufer ab. Der Opel-Marktanteil in Deutschland sei in den ersten vier Monaten des Jahres auf einen historischen Tiefpunkt von 7,0 Prozent gesunken, berichtete das Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen.

          „Dabei ist dieses Ergebnis noch geschönt“, betonte CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer. „42 Prozent der Opel-Zulassungen wurden von Händlern und dem Hersteller selbst getätigt.“ Ohne diese taktischen Tageszulassungen, mit denen Fahrzeuge anschließend mit hohen Rabatten verkauft werden, sei der Marktanteil in Deutschland sogar auf 5,8 Prozent geschrumpft. Damit agiere der einstige VW-Konkurrent inzwischen auf Augenhöhe mit Skoda (5,2 Prozent) und deutlich hinter Ford (6,9 Prozent).

          „Management spielt Marke übel mit“

          „Ein derart hoher Einbruch ist auch die Auswirkung der Opel-Kommunikationspolitik. Die Käufer sind verunsichert“, sagte Dudenhöffer. Eine Marke, die hart und unbarmherzig wirke, werde im Markt abgestraft. Opel gehört zum Autoriesen General Motors (GM), der umfangreiche Sparmaßnahmen bei dem verlustreichen Autobauer plant.

          „Je länger Opel seine (...) „Verhandlungen“ mit der Drohkulisse von Werkschließungen fortsetzt und je länger Opel in den täglichen Schlagzeilen steht, umso schwieriger wird es für GM, die Marke in die Zukunft zu führen“, sagte Dudenhöffer. Der deutliche Verlust bei den Marktanteilen zeige, dass das Management der Marke übel mitspiele.

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