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Finanzchef von Merck : Ein Sportler, Stratege und Zahlenmensch

  • -Aktualisiert am

Sechs Stunden Schlaf müssen reichen: Marcus Kuhnert weiß, wie man mit der knappen Ressource Zeit am besten umgeht. Bild: Frank Röth

Früh weiß er: Ich will Finanzchef werden. Mit Mitte 40 hat er das Ziel erreicht. Marcus Kuhnert, Finanzchef des Weltkonzerns Merck, über Ehrgeiz, Disziplin und Schlafmangel.

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          Dunkler Anzug, hellblaues Hemd und dunkelblaue Krawatte – wie aus dem Ei gepellt kommt Marcus Kuhnert zum Gespräch. Freundliches Lächeln und fester Händedruck. Seit gut fünf Jahren zeichnet er als Finanzchef des Weltkonzerns Merck in Darmstadt. Was für ein Mensch verbirgt sich hinter diesem Amt? Zeit für eine Antwort schinden muss Kuhnert nicht. Er sei jemand, der nicht nur auf den Job fokussiert sei, dem auch Familie, Freunde und Sport wichtig seien und der viele Interessen habe.

          Ehrgeiz und Disziplin spiegelt der bisherige Lebenslauf des verheirateten dreifachen Vaters zweifellos wider. Im Jahr 1968 geboren, ging er in Butzbach zur Schule und studierte nach dem Abitur an der Technischen Universität Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen; dort schrieb er auch seine Doktorarbeit. 1999 fing er beim Konsumgüterriesen Henkel an und arbeitete in den Abteilungen Controlling und Investor Relations – und folglich schon nah am Kapitalmarkt, mit dem er in seinem jetzigen Amt viel zu tun hat. Das Familienunternehmen Merck ist schließlich an der Börse gelistet. Dazu passt, dass Kuhnert bei den Düsseldorfern zuletzt die Finanzen der Sparte für Waschmittel und andere Reinigungsprodukte verantwortete. Zwischenzeitlich war er für Henkel in Singapur tätig. Nur ungern erinnert er sich an das Wechselspiel von feuchter Hitze draußen einerseits und tiefgekühlten Innenräumen von Taxis und Bürokomplexen andererseits.

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