https://www.faz.net/-gzg-9s61b

#wirstehenzusammen : Demonstration in Marburg gegen Antisemitismus und rechte Gewalt

  • Aktualisiert am

Die Demonstration wurde angeführt von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (Mitte), Stadtverordnetenvorsteherin Marianne Wölk (3.v.l.), Monika Bunk sowie (v.r.) Jan Schalauske, Dr. Hamdi Elfarra, Propst Helmut Wöllenstein und Dirk Bamberger. Bild: Birgit Heimrich (Stadt Marburg)

In der hessischen Universitätsstadt Marburg sind am Samstag rund 3000 Menschen auf die Straße gegangen. Unter dem Motto #wirstehenzusammen demonstrierten sie gegen Antisemitismus und rechte Gewalt.

          1 Min.

          Nach dem rechtsextremistischen Terroranschlag von Halle haben in Marburg mehrere tausend Menschen gegen Antisemitismus und rechte Gewalt protestiert. Insgesamt beteiligten sich rund 3000 Menschen an dem als Trauermarsch angelegten Demonstrationszug in der hessischen Universitätsstadt, wie ein Polizeisprecher am Samstagabend sagte.

          „Wir sind erschüttert und verletzt. Unser Mitgefühl gilt den Opfern und allen, die bedroht sind oder sich bedroht fühlen. Sie sollen, Ihr sollt alle wissen: Wir stehen immer an Eurer Seite“, erklärte der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD).

          Monika Bunk von der Jüdischen Gemeinde Marburg mahnte: „Lasst das keine einmalige Sache sein! Nehmt die alltäglichen Diskriminierungen, Antisemitismen und Hassworte wahr, die an eure Mitmenschen gerichtet werden.“ Rechte Hetze sei keine freie Meinungsäußerung.

          Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Deutscher versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den wichtigsten jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen. Als der Plan misslang, erschoss der Täter eine 40 Jahre alte Passantin und einen 20-jährigen Mann in einem Döner-Imbiss. Auf seiner Flucht verletzte er ein Ehepaar mit Schüssen schwer. Der 27 Jahre alte Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextremistische Motive eingeräumt.

          Weitere Themen

          Das Schweigen des Oberbürgermeisters

          FAZ Plus Artikel: Peter Feldmann und die Awo : Das Schweigen des Oberbürgermeisters

          Weil die Arbeiterwohlfahrt seine Ehefrau zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt haben soll, steht Peter Feldmann stark unter Druck. Die Awo rechtfertigt derweil die hohe Bezahlung der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters – und hat noch in einem anderen Fall Probleme.

          Topmeldungen

          Hinter den Häusern und Kirchen der Innenstadt in München sind am Morgen die Berge sichtbar.

          Bauvorhaben und Infrastruktur : Bayern und seine Schwächen

          Bayern steht gut da, doch auch im Freistaat hakt es mancherorts außerordentlich. In München droht gar ein verkehrspolitisches Desaster – das bald womöglich den Vergleich mit dem Berliner Flughafen nicht mehr scheuen muss.
          Der amerikanische Präsident Donald Trump gemeinsam mit Apple-Chef Tim Cook in einem Computerwerk in Austin, Texas

          Freundschaftstest : Trump macht Apple Hoffnung

          Tim Cook empfängt den Präsidenten zum Fototermin in einem Computerwerk in Texas. Dieser nützt die Kulisse für Attacken gegen seine politischen Gegner – und signalisiert, dass Apple von Strafzöllen verschont werden könnte.
          Peter Feldmann bei einem Besuch im Awo-Jugendhaus im Frankfurter Gallusviertel im Jahr 2014.

          Peter Feldmann und die Awo : Das Schweigen des Oberbürgermeisters

          Weil die Arbeiterwohlfahrt seine Ehefrau zu ungewöhnlich guten Konditionen beschäftigt haben soll, steht Peter Feldmann stark unter Druck. Die Awo rechtfertigt derweil die hohe Bezahlung der Frau des Frankfurter Oberbürgermeisters – und hat noch in einem anderen Fall Probleme.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.