https://www.faz.net/-gzg-9ibcd

Appell an Seehofer : Marburg will Bootsflüchtlinge aufnehmen

  • Aktualisiert am

Aufnahme von Bootsflüchtlingen in Marburg: die „Sea-Watch 3“ vor der libyschen Küste. Bild: dpa

Die Stadt Marburg hat sich angeboten, die im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge auf dem deutschen Schiff „Sea-Watch 3“ aufzunehmen. Der Oberbüchermeister richtete gleichzeitig einen Appell an Innenminister Seehofer.

          1 Min.

          Die Stadt Marburg hat sich als „sicheren Hafen“ für im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge angeboten. Konkret gehe es um 32 Migranten auf dem deutschen Schiff „Sea-Watch 3“, teilte die mittelhessische Kommune am Donnerstag mit. SPD-Oberbürgermeister Thomas Spies appelliert demnach in einem vor wenigen Tagen an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) adressierten Brief, die Aufnahme der Flüchtlinge zu ermöglichen: „Nach unserer Überzeugung und dem geltenden Recht müssen Menschen, die in Seenot geraten, gerettet werden - egal, aus welchen Gründen sie auf dem Meer sind.“

          Nach Angaben der Stadt ist sie nicht alleine mit dem Vorstoß, die Flüchtlinge aufnehmen zu wollen - dazu hätten sich bundesweit mehrere Kommunen bereiterklärt. Die „Sea-Watch 3“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch hatte am 22. Dezember vor Libyen Migranten gerettet und ist seitdem mit 32 Menschen an Bord auf dem Meer blockiert. Weder Malta noch Italien wollen private Seenotretter in ihren Häfen anlegen lassen, weil sich die EU-Staaten nicht auf eine Verteilung der Bootsflüchtlinge einigen können.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Name sagt schon alles: Das Containerschiff „Kyoto Express“ der Reederei Hapag-Lloyd wird auf dem Container Terminal Altenwerder in Hamburg umgeschlagen.

          Wirtschaftspolitik : Gefahr für die Globalisierung

          Heute wirkt die Globalisierung erstmals seit Jahrzehnten ernsthaft bedroht. Gleichzeitig wird der wirtschaftliche Wandel zahlreiche ordentlich bezahlte Jobs kosten. Es wäre gut, wenn die Politik die Folgen nicht erst entdeckt, wenn es zu spät ist.
          Lionel Messi war im Jahr 2000 nach Barcelona gekommen – nun verlässt er den Klub.

          Messi verlässt Spanien : Der große Knall

          Der argentinische Superstar verlässt den den FC Barcelona, für den er mehr als zwei Jahrzehnte gespielt hat. In Spanien wird nun darüber spekuliert, wohin es Lionel Messi ziehen könnte.

          Waldbrände in der Türkei : Erdogan kennt die Schuldigen

          Die Türkei, sagt Staatspräsident Erdogan, kämpfe gegen die schlimmsten Waldbrände ihrer Geschichte. Kritik an seiner Regierung weist er zurück – und greift an.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.