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Angriff im Kokainrausch : Mann muss nach tödlicher Messerattacke in Psychiatrie

  • Aktualisiert am

Tödliche Messerattacke im Drogenrausch: Nun fiel das Urteil gegen Täter. Bild: dpa

Ein Mann hat einen Familienvater im Kokainrausch mit einem Messer getötet. Nun muss der Täter in die geschlossene Psychiatrie.

          Nach einer tödlichen Attacke mit mehreren Dutzend Messerstichen im Kokainrausch ist ein 34 Jahre alter Mann vom Landgericht Darmstadt in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen worden. Das Gericht sah es am Freitag als erwiesen an, dass der Mann zum Tatzeitpunkt unter einer Psychose litt. Der drogensüchtige Italiener hatte am 28. Juni 2018 in einer Offenbacher Wohnung einen 26 Jahre alten Landsmann mit dem Messer angegriffen und getötet. Der Beschuldigte hatte die Tat gestanden, will sich aber bei einem Streit nur verteidigt haben.

          Mit dem Urteil folgte das Gericht den Anträgen von Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Nebenklage. Das Gericht folgte auch dem psychiatrischen Gutachter. Der hatte die Psychose diagnostiziert, die inzwischen auch ohne Kokainkonsum da sei. Wegen zu geringer Einsicht beim Beschuldigten und keinem Verständnis für seine Erkrankung sah der Gutachter ein hohes Wiederholungsrisiko.

          „Dass der Beschuldigte gefährlich bleibt, zeigt auch seine Biografie“, erinnerte der Vorsitzende Richter, Volker Wagner, in der Urteilsbegründung an die Vorstrafen des Mannes. Das 26 Jahre alte Opfer war ein langjähriger Bekannter des Beschuldigten, sagte der Vertreter der Nebenklage. Er war verheiratet und Vater von vier Kindern zwischen eineinhalb und acht Jahren. Das Urteil ist rechtskräftig, alle Prozessparteien haben auf Rechtsmittel verzichtet.

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