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Kindesmissbrauch : Sexualstraftäter bekommt zehn Jahre Haft und Sicherungsverwahrung

  • Aktualisiert am

Sexueller Missbrauch auf den Philippinen: Ein Familienvater hat sich an mehreren Kindern vergangen. Bild: dpa

Ein Man aus Hessen hat auf den Philippinen mehrfach Kinder sexuell missbraucht. Über 40 Straftaten werden dem Familienvater zur Last gelegt. Nun fiel das Urteil in Frankfurt.

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          Auf den Philippinen hat er massenhaft Minderjährige sexuell missbraucht, dafür ist ein 53 Jahre alter Mann nun in Frankfurt zu zehn Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt ging am Dienstag von insgesamt 45 Straftaten aus.

          Weil Gericht und Staatsanwalt lediglich Bilder vorlagen, konnte nicht genau geklärt werden, wie oft Kinder unter 14 Jahren unter den Opfern waren. Das Gericht verurteilte den Angeklagten in sechs Fällen wegen Versuchs. Neben dem Missbrauch selbst wurde auch die „Verabredung zum Verbrechen“ geahndet: Der Mann rief vor den Treffen Eltern oder Verwandte der Opfer an und äußerte spezielle Wünsche.

          Täter hielt sich auf den Philippinen auf

          Der Täter hielt sich seit 2009 dauerhaft auf den Philippinen auf. Als seine Lebensgefährtin ein Kind zur Welt brachte, kehrte er Ende 2017 nach Deutschland zurück. Anfang 2018 wurde er festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Vor Gericht legte er ein Geständnis ab.

          Ein psychiatrischer Sachverständiger hatte dem Gericht nach der Haft Sicherungsverwahrung empfohlen - wegen „allgemeiner Gefährlichkeit“. Im Strafmaß lagen die Richter sogar noch zwei Jahre über dem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft. Sie hatte in dem mehrere Monate dauernden Verfahren die Anklage übernommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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