https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/mangel-an-hausaerzten-junge-mediziner-wollen-keine-einzelpraxis-18184849.html

Versorgungszentren als Ausweg : Viele junge Mediziner wollen keine Einzelpraxis

Den Antworten der Befragung zufolge geht während des nächsten Jahrzehnts fast jeder zweite Hausarzt in den Ruhestand. Bild: dpa

In ländlichen Gebieten droht ein Mangel an Hausärzten, denn Praxisärzte finden nur schwer einen Nachfolger. Medizinische Versorgungszentren könnten helfen.

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          In einigen Jahren werden im Main-Kinzig-Kreis die Hausärzte knapp. Besonders in den ländlichen Gegenden im Osten des Landkreises und in kleinen Orten droht ein Mangel an Medizinern. Das hat eine Studie der Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit Medizinern ergeben. Wie diese Erhebung ergeben hat, sind viele Ärzte, die eine Praxis führen, im vorgerückten Alter, so dass sie in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Gerade in kleinen Orten in ländlicher Umgebung fällt es ihnen sehr schwer, einen Nachfolger zu finden, der die Hausarztpraxis übernehmen möchte. Das gilt besonders für Einzelpraxen.

          Jan Schiefenhövel
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Nachwuchsärzte möchten meist nicht mehr allein in einer Praxis tätig sein, sondern arbeiten lieber mit Kollegen in einer Gemeinschaftspraxis zusammen. Ein Drittel der Mediziner kann sich auch vorstellen, angestellter Arzt in einem medizinischen Versorgungszentrum zu werden, statt als Selbständiger eine eigene Praxis zu führen. Die Studie ist nach den Worten von Gesundheitsdezernentin Susanne Simmler (SPD) die erste gründliche Bestandsaufnahme zur hausärztlichen Versorgung im Landkreis. Nach ihren Worten haben an der Befragung des Gesundheitsamts zur Lage derzeit und zu den Perspektiven für die nächsten Jahre 175 Ärzte teilgenommen, das sind zwei Drittel der im Gebiet tätigen Hausärzte.

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