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Mainz : Traumwohnungen für Normalverdiener

Aufbau: Mainz will das frühere IBM-Gelände in ein neues Wohnquartier verwandeln Bild: Screenshot/Homepage „Bezahlbares Wohnen nach Maß“

Mainz will das frühere IBM-Gelände in ein neues Wohnquartier verwandeln. „Bezahlbares Wohnen nach Maß“ soll dort möglich werden.

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          Bei dem von der Stadt Mainz geplanten Wohngebiet auf dem früheren IBM-Gelände dürfen die Bürger von Anfang an mitreden: Erzieherinnen, Busfahrer, Pflegekräfte oder auch Gärtner, also all jene, für die das an der Hechtsheimer Straße vorgesehene Projekt „Bezahlbares Wohnen nach Maߓ gedacht ist, sollen in den nächsten Wochen dazu befragt werden, wie genau ein für sie attraktives Stadtquartier aussehen müsste. Wie sollten die Wohnungen geschnitten und ausgestattet sein? Braucht es unbedingt einen Aufzug? Und muss es zwingend ein Stellplatz in der Tiefgarage sein oder darf der Parkplatz durchaus ein paar Meter vom Haus entfernt liegen?

          Markus Schug

          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die Ergebnisse der vom Geographischen Institut der Universität Mainz wissenschaftlich begleiteten Erhebung sollen dabei helfen, anschließend ein Quartier zu schaffen, das für die ausgewählte Zielgruppe erschwinglich ist: Also für Menschen, die trotz festen Einkommens nicht in der Lage sind, die hohen Mieten andernorts in der Stadt zu zahlen. Seit Donnerstag können sich alle daran Interessierten auch im Internet unter www.bezahlbares-wohnen-mainz.de zur geplanten Bebauung des 18 Hektar großen Heilig-Kreuz-Areals äußern. Heute und dann noch einmal am nächsten Samstag, jeweils von 11 bis 16 Uhr, werden die Bürger zudem an einem eigens dafür eingerichteten Infostand auf dem Leichhof nach ihrer Meinung gefragt.

          Bezahlbare Miet- und Kaufangebote

          Die Stadt will gemeinsam mit ihren Töchtern Wohnbau Mainz GmbH und Mainzer Aufbaugesellschaft mbH in den nächsten Jahren „mehrere hundert neue und attraktive Wohnungen zu erschwinglichen Preisen“ auf dem von der Stadtwerke Mainz AG erworbenen und verkehrsgünstig gelegenen Gelände zwischen Oberstadt, Weisenau und Hechtsheim realisieren. Dabei gehe es weniger um sozialen Wohnungsbau als vielmehr um solide und bezahlbare Miet- und Kaufangebote für Erwerbstätige und deren Familien, die aufgrund eines nur überschaubaren Einkommens auf dem hochpreisigen Mainzer Immobilienmarkt ansonsten kaum Chancen haben, zum Zuge zu kommen.

          Grundlage für die späteren Entwürfe sollen unter anderem die Aussagen und Bewertungen potentieller Kunden sein, die bis Mitte Oktober gesammelt werden. Dabei fehlt denn auch die Frage nicht, was der- oder diejenige „unter den gegebenen Umständen im Ballungsraum Rhein-Main als ,gerechte Miete’ erachten?

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