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Mainz 05 : Für Mainz bleibt die Lage angespannt

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Beherrscht den Elfmeter und verwandelt ihn zum 1:0 für Mainz: Andreas Ivanschitz vom 1. FSV Mainz 05 (r). Bild: dpa

Die Rheinhessen halten dem Stuttgarter Schwung nicht stand und verlieren verdient 1:4.

          Der FSV Mainz 05 hat den zweiten Auswärtssieg in Folge deutlich verpasst und mit dem 1:4 beim VfB Stuttgart die höchste Saisonniederlage in einem fremden Stadion hinnehmen müssen. Eine Woche nach dem überraschend deutlichen 3:0-Erfolg in Bremen lief es für die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel im Schwäbischen nur zu Spielbeginn gut. Das Foul des Stuttgarter Innenverteidigers Georg Niedermeier an Julian Baumgartlinger ahndete Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin mit einem Elfmeter, Andreas Ivanschitz traf nach drei Minuten zum 1:0. Doch das Mainzer Glück währte nur kurz, genauer gesagt fünf Minuten. Dann drang Tamas Hajnal in den Mainzer Strafraum vor, versetzte Linksverteidiger Radoslav Zabavnik und Nikolce Noveski und traf zum 1:1 (8. Minute). In der Folgezeit hielten die Mainzer dem offensiven Schwung des Europa-League-Kandidaten VfB Stuttgart nur noch mühevoll stand.

          Zwar hatte der völlig überraschend für die Startelf nominierte Stürmer Anthony Ujah eine große Chance mit einem Fernschuss (16.), und auch Eric Maxim Choupo-Moting hätte die Mainzer in Führung bringen können (45.). Das Geschehen dominierte jedoch das Team von VfB-Trainer Bruno Labbadia. Dass die Rheinhessen nicht schon zur Pause in Rückstand lagen, hatte letztlich Schiedsrichter Gräfe zu verantworten, der das Tor von Vedad Ibisevic wegen einer Abseitsstellung zu Unrecht aberkannte (42.). In der zweiten Halbzeit war das Mainzer Glück schnell aufgebraucht. Ibisevic erzielte per Kopf das 2:1 (49.), und vor dem 3:1 durch Zdravko Kuzmanovic per Foulelfmeter stand nach einer kuriosen Aktion wiederum Gräfe im Blickpunkt. Martin Harnik hatte den Mainzer Elkin Soto am Trikot gezogen, der Kolumbianer stürzte zu Boden, und über seine Beine fiel der davoneilende Harnik. „Das geht überhaupt nicht“, kommentierte Tuchel den umstrittenen Pfiff. 65. Minute, 3:1 - mit ebendiesem Ergebnis hatte Mainz nach Treffern von Ivanschitz und Ujah (2) das Heimspiel in der Hinrunde gewonnen.

          „Für ein besseres Ergebnis hat uns die Effektivität gefehlt“

          Nachdem der Mainzer Trainer nach 54 Minuten Adam Szalai für Ujah ins Spiel gebracht hatte, reagierte er in der 67. Minute mit einem Doppelwechsel nochmals: Mohamed Zidan sollte als dritter Angreifer anstelle von Spielmacher Ivanschitz für Torgefahr sorgen, Zdenek Pospech, der Rechtsverteidiger Niko Bungert ersetzte, auf der rechten Seite für mehr Schwung sorgen. Was folgte an nennenswerten Aktionen, war jedoch lediglich ein Heber von Choupo-Moting auf das Tornetz (76.). Für die Entscheidung sorgte dann Ibisevic mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 (85.).

          „Für ein besseres Ergebnis hat uns die Effektivität gefehlt“, sagte Tuchel und führte „ein paar hochkarätige Torchancen“ an. Die wurden aber eher in der Stuttgarter Statistik geführt, etwa durch Julian Schieber (28.) und Harnik (30., 34.). Über die Höhe der sechsten Auswärtsniederlage durfte trefflich diskutiert werden, doch der Sieg des VfB Stuttgart war verdient. Es bleibt also bei 33 Punkten für Mainz 05, den Relegationsplatz 16 hat weiterhin der 1. FC Köln (29 Punkte) inne. Die Situation im Abstiegskampf bleibt angespannt für die vorjährige Überraschungsmannschaft. Die Möglichkeit zu einer bedeutenden Korrektur bietet sich bereits am nächsten Dienstag (20 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Köln.

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