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Mädchenbüro Milena : Alle Plätze am Tisch sind frei

Vermisst ihre Schützlinge: Maneesorn Koldehofe, eine der Gründerinnen des Mädchenbüros Milena Bild: Laila Sieber

Das Frankfurter Mädchenbüro Milena versucht auch in der Pandemie Frauen und Mädchen Struktur und Sicherheit zu bieten. Es ist nicht einfach, mit den Besucherinnen in Kontakt zu bleiben.

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          Die Tafelrunden gibt es nicht mehr. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie war der rund zehn Meter lange Tisch im Mädchenbüro Milena, einer Integrationseinrichtung für Frauen und Mädchen mit Migrationsgeschichte, der zentrale Treffpunkt. An ihm wurden Sorgen besprochen, Hausaufgaben gemacht, es wurde gestritten und sich wieder versöhnt, an ihm sind Freundschaften entstanden, und jeden Mittag wurde dort gemeinsam gegessen. Der Tisch ist das Herz der Einrichtung. Ein Ort der Begegnung. Aber derzeit dürfen sich die Frauen und Jugendlichen hier nicht versammeln. Gegessen wird nur noch draußen. Unter dem Dach, unter dem einst die Kinderwagen parkten, wird das Mittagessen in Lunchboxen serviert.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Maneesorn Koldehofe ist eine der Gründerinnen des Mädchenbüros Milena, das die F.A.Z.-Leser im Jahr 2019 durch Spenden unterstützt haben. Sie versucht seit einem Jahr gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen den Mädchen und Frauen, von denen viele in Flüchtlingsunterkünften leben, Struktur und Sicherheit in der Krise zu bieten. Viele der Angebote, etwa die Sprachkurse, haben sie ins Internet verlegt, versuchen, die Einrichtung weiter als Anlaufstelle geöffnet zu halten.

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