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Machtkampf in der Partei : Offenbacherin kämpft trotz AfD-Ausschluss um Fraktionsvorsitz

Parteiausschluss: Christin Thüne ist nicht mehr Mitglied der AfD. Bild: Privat

Christin Thüne wurde aus der AfD ausgeschlossen. Trotzdem möchte sie Vorsitzende der Fraktion im Offenbacher Stadtparlament bleiben. Zuvor ist die Politikerin durch umstrittene Redebeiträge aufgefallen.

          Obwohl das Bundesschiedsgericht der AfD ihren Parteiausschluss bestätigt hat, will die Offenbacher Kommunalpolitikerin Christin Thüne Vorsitzende der AfD-Stadtverordnetenfraktion bleiben. Das ließ sie jetzt in einer Mitteilung wissen. Sie sei kein Mitglied der Alternative für Deutschland mehr, hole derzeit anwaltlichen Rat ein und prüfe juristische Schritte. In jedem Falle bleibe ihr Zugehörigkeit zur AfD-Stadtverordnetenfraktion wie auch ihre Funktion als deren Vorsitzende unberührt. Nach dem Parteiengesetz seien Fraktion und Partei rechtlich und finanziell strikt zu trennen, argumentiert Thüne.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Das Parteiausschlussverfahren gegen Thüne, die vor vier Jahren in die AfD eingetreten war, wurde 2017 eingeleitet. Aus parteinahen Kreisen war zu hören, dass die Partei ihr rassistische Äußerungen vorhält. Im Offenbacher Stadtparlament ist sie durch Redebeiträge aufgefallen, die von Stadtverordneten demokratischer Parteien empört als rassistisch zurückgewiesen wurden.

          Ungeachtet des Verfahrens, war Thüne 2018 bei den Landtagswahlen in Offenbach als Wahlkreiskandidatin angetreten. Nach der Wahl gefragt, wie es ihr gehe, nachdem sie den Einzug in den Landtag verpasst habe, sagte sie dieser Zeitung, das mache nichts, sie habe ohnehin nie in den Landtag gewollt.

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