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Luminale : Städte im Zeichen des Lichts

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Frankfurt erleuchtet: Lichtkranz an einem Baum, aufgenommen bei der Luminale 2010. Bild: dpa

Die 6. Luminale hüllt die Region in ein glitzerndes Gewand und lädt zum Flanieren ein.

          Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet erscheinen von Sonntag an wieder in anderem Licht. Zur 6. Luminale nutzen deutsche und ausländische Künstler die Plätze, Hochhäuser, Kirchen und Museen als Bühnen für ihre Lichtspiele. Noch bis zum 20. April zeigt die Biennale der Lichtkultur insgesamt 175 Projekte, darunter interaktive Installationen, Lichtskulpturen und Performances.

          Seit zehn Jahren verlängert die Luminale die Fachmesse für Licht und Gebäudetechnik Light and Building bis in die Abend- und Nachtstunden . Auf diese Weise bekommen auch die Nicht-Fachleute einen Eindruck von der neuesten Technik in der Lichtinstallation. „Frankfurt wird in ein öffentlich zugängliches Lichtlabor verwandelt, in dem Designer, Studenten und auch Schulklassen experimentieren“, sagt Helmut Bien, der die Biennale seit zehn Jahren koordiniert. Bei diesen Lichtexperimenten stehe nicht ausschließlich die Kunst im Vordergrund, auch Aspekte der Energieeffizienz und Nachhaltigkeit würden berücksichtigt.

          „Time Drifts“ am zukünftigen Kulturcampus

          Das Luminale-Publikum ist groß. Nicht nur Messebesucher und junge Künstler flanieren in den Abendstunden durch die Stadt und lassen sich vom Licht in den Bann ziehen. Auch in diesem Jahr werden die illuminierten Fassaden von Römer, Hauptbahnhof und Zeil-Galerie der Innenstadt ein strahlendes Antlitz verleihen.

          Auf dem Platz der Goethe-Universität, dem künftigen Kulturcampus, zeigt der Berliner Künstler Philipp Geist seine Video-Licht-Installation „Time Drifts“. Auf den Boden und die Fassaden projiziert er Begriffe. Auch auf einen Nebel wirft er die Wörter, die sich dort als Metapher für die Vergänglichkeit schnell wieder verflüchtigen.

          Weitere Städte mache mit

          In einen 200 Meter hohen „Hau den Lukas“ verwandelt eine interaktive Lichtinstallation den Tower 185. Durch ihre Muskelkraft können die Luminale-Besucher die Beleuchtung des Hochhauses verändern. Nicht von außen beeinflussbar, aber dennoch schön anzusehen ist das „Ovo“, eine eiförmige Holzkonstruktion an der Hauptwache. Hier werden Licht-, Akustik- und Wassereffekte kombiniert. Ganz ohne Elektronik kommt dagegen der italienische Künstler Fabrizio Corneli aus. Das Archäologische Museum zeigt zehn seiner Installationen aus Tageslicht und Schattenwürfen. Zentrum der Luminale in Frankfurt ist der Palmengarten. Neben leuchtenden Mikroorganismen und dem neuen Lichtkonzept für den Oktogon-Brunnen sind hier noch acht weitere Kunstwerke zu sehen. Jedes Projekt wird von den Designern selbst finanziert. Oft werden sie von den Firmen, die auf der Light and Building ausstellen, gesponsert. „Da greifen Messe und Luminale sehr gut ineinander“, sagt Bien.

          Auch in Offenbach, Mainz, Darmstadt, Aschaffenburg und Wiesbaden sind Luminale-Arbeiten zu sehen. In Frankfurt verbindet eine Buslinie die Veranstaltungsorte. Täglich von 18 Uhr an verlassen alle zehn Minuten Busse das Messegelände und fahren einen Rundkurs durch die Innenstadt. Für Kunstliebhaber, die auch in Offenbach Veranstaltungen besuchen möchten, fährt der Luminale-Express ab 18 Uhr zu jeder vollen Stunde vom Frankfurter Paulsplatz in die Nachbarstadt.

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