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Weiterflug verhindert : Lufthansa entschädigt jüdische Passagiere

  • Aktualisiert am

Eine Boeing 747 der Lufthansa beim Start. Bild: Lando Hass

Ein Gruppe von orthodoxen Juden ist im Mai von einem Lufthansa-Flug ausgeschlossen worden, weil einige von ihnen keine Maske tragen wollten. Nun ist eine Einigung erzielt worden.

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          Die Lufthansa hat jüdische Reisende finanziell entschädigt, denen im Mai pauschal der Weiterflug nach Budapest verweigert worden war. Man habe mit der „überwiegenden Mehrheit der Passagiere“ eine Einigung erzielt, bestätigte am Donnerstag ein Unternehmenssprecher einen Bericht des Branchendienstes „Simply Flying“, ohne weitere Details zu nennen.

          Laut Bericht soll Lufthansa jedem einzelnen betroffenen Passagier 21.000 Dollar (rund 20.125 Euro) Wiedergutmachung zahlen, was zu Gesamtkosten von rund 2,6 Millionen Dollar führen würde. Dazu kommt ein erheblicher Image-Schaden.

          Am 4. Mai dieses Jahres waren 128 aus New York kommende orthodoxe Juden in Frankfurt pauschal vom Weiterflug nach Budapest ausgeschlossen worden, nachdem sich zuvor einige Passagiere auf dem Atlantikflug geweigert haben sollen, Corona-Schutzmasken zu tragen. Als Ausschlusskriterium diente den Lufthansa-Bediensteten offenbar allein das äußere Erscheinungsbild der Passagiere.

          Im Nachhinein hatte Lufthansa bedauert, „dass der größeren Gruppe die Weiterreise nicht ermöglicht wurde, anstatt diese Entscheidung auf einzelne Personen zu beschränken“. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte Vertreter der Jüdischen Gemeinde in Deutschland um Entschuldigung gebeten und in einer Mitarbeiterbotschaft erklärt: „Antisemitismus hat bei Lufthansa keinen Platz. Das Vorgehen (...) hätte so nicht passieren dürfen und muss jetzt lückenlos aufgeklärt werden.“

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