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Verkehrsgipfel am Flughafen : Die Luftfahrt will schon bald CO2-neutral sein

Volles Haus: Die Fluggastzahlen am Frankfurter Airport haben sich erholt, aber das Vorkrisenniveau ist noch weit entfernt. Bild: Frank Röth

Fraport, Lufthansa und Condor sehen die CO2-Reduzierung inzwischen als strategisches Ziel. Auf einem Verkehrsgipfel zum Luftfahrtstandort Hessen fordern sie aber Hilfe von der Politik auf dem Weg zur Klimaneutralität.

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          Dass die Luftverkehrswirtschaft den Klimaschutz für sich als verbindliches Ziel akzeptiert und verinnerlicht hat, ist die eine Botschaft des Verkehrsforums zum Thema Luftverkehrsstandort Hessen, das die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände am Montag im Besucherzentrum des Frankfurter Flughafens veranstaltet hat. Klar wurde bei der Podiumsdiskussion von Branchenmanagern mit Vertretern der Landespolitik aber auch, dass Airlines wie Flughafenbetreiber fürchten, durch europäische und nationale Klimaschutzanstrengungen Nachteile im internationalen Wettbewerb zu erleiden.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          „Wir wollen diesen Weg gehen, und wir müssen diesen Weg gehen“, sagte Fraport-Vorstandschef Stefan Schulte. Die Branche wolle den Luftverkehr am Boden und in der Luft möglichst bald CO2-neutral bekommen. In der Luft sind da Schulte zufolge aber nur rasch Fortschritte zu erreichen, wenn sich schnellstmöglich eine Beimischung von CO2-neutralem Kerosin durchsetzen lässt. Dass die hessische Landespolitik in diesem Zusammenhang Pilotanlagen zur Herstellung von CO2-neutralem Treibstoff unterstütze, sei lobenswert. Letztlich müsse man aber bei den großen Treibstoffproduzenten ansetzen und dort eine nennenswerte Beimischung von CO2-neutralem Treibstoff erreichen. Denn nur dort sei es möglich, die sich zwangsläufig durch den wesentlich teureren CO2-neutralen Treibstoff ergebende Preissteigerung durch entsprechenden Mengenabsatz zu dämpfen.

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