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Der Lokaltermin : Sommerrolle und Kokos-Hähnchen

Barrierefrei: Die Küche im „Coa“ ist zum Gastraum hin offen. Bild: Maximilian von Lachner

Das „Coa“ im Frankfurter Bahnhofsviertel überzeugt vor allem mit Frische. Auch wenn es die asiatischen Gerichte der Kette auch anderswo gibt. Manches ist doch einzigartig. Der Lokaltermin.

          Die „Rainbow Sommerrolle“ ist eine Wucht. Durch das transparente Reispapier schimmert die bunte Füllung aus Mango, Avocado, Paprika-, Karotten- und Rotkohlstreifen, Korianderblättern und dünnen Reisnudeln, und von außen ist Hoisin-Soße und Erdnuss-Crumble aufgetragen. Für gerade einmal 2,50 Euro ist das eine kleine, aber sehr feine und aromatisch-würzige Vorspeise, die vor allem durch die kühle Frische ihrer Füllung überzeugt. Ebenso knackig und mit Bedacht angemacht präsentiert sich ein paar Augenblicke später der vietnamesische Kohlrabisalat mit Sojasprossen, Cashew-Nüssen, Minze und Zitronen-Chili-Soße für schlappe 4,50 Euro.

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Überhaupt die Frische: Die ist ein herausstechendes Merkmal aller Gerichte im „Coa“. Nicht nur bei den Sommerrollen und Salaten, deren Rohkost von der Frische lebt, sondern auch bei den Gemüsebeilagen der Wok-Kreationen wie zum Beispiel beim sehr schmackhaften Erdnuss-Kokos-Hähnchen (10,90 Euro) oder den Zutaten für die Curry- und Reisgerichte. Das ist für ein Ketten-Restaurant alles andere als selbstverständlich.

          Querschnitt der asiatischen Küche

          „Coa“ ist eine Erfindung der Brüder Alexander und Constantin von Bienenstamm, die in Hongkong geboren und aufgewachsen sind. Sie eröffneten ihr erstes Restaurant 2005 an der Schillerstraße, weil sie die Küche ihrer Kindheit nach Frankfurt bringen wollten. Inzwischen ist ihre Idee zur Kette geworden, das jüngste Restaurant im Bahnhofsviertel ist schon die fünfte Filiale in der Stadt, weitere Dependancen gibt es im Main-Taunus-Zentrum, in Darmstadt, Essen, Hamburg, Stuttgart und Mannheim, neue Lokale in Osnabrück, Dresden, Berlin und Köln sind geplant.

          Die Idee der Brüder ist so schlicht wie einleuchtend. Ihre Spielart der Systemgastronomie soll in einem modernen, durchaus stylischen Ambiente einen Querschnitt der wichtigsten asiatischen Küchen präsentieren und dabei doch eine individuelle Handschrift erkennen lassen. Wer einmal eine „Coa“-Filiale besucht hat, wird zugestehen, dass das bei aller systembedingter Gleichförmigkeit von Einrichtung und Karte in den einzelnen Lokalen durchaus gelingt.

          Einmalige Mischung

          Das neue Restaurant an der Ecke von Kaiser- und Moselstraße ist groß und hochwertig mit einem Mix aus unterschiedlichen Möbelstilen und asiatischen Deko-Elementen, viel Vintage-Holz, Steinen und Pflanzen eingerichtet. Die Garküche ist offen und von den Gästen einzusehen, der Service ist sehr zugewandt und weiß, was er da unter die Leute bringt.

          Der Unterschied zu vielen anderen Asia-Ketten ist die Qualität der Produkte, vor allem die Frische. Einen typisch vietnamesischen Glasnudelsalat mit Hähnchen, Karotten- und Paprikastreifen, Gurke, Frühlingszwiebeln, Koriander, Minze und Chili-Sesam-Dressing (5,90 Euro), Tom-Kha-Gai-Suppe (4,90 Euro) aus Thailand oder Char Siu, chinesisches Barbecue vom Schwein (10,90 Euro), kann man auch anderswo in der Stadt essen, möglicherweise sogar authentischer. Aber erstens gibt es diese Gerichte sonst nicht in dieser Mischung und zweitens nicht unbedingt in einem so guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

          „Coa“, Kaiserstraße 68, Bahnhofsviertel, Telefon 3 48 77 57 50, Internet www.coa.as. Geöffnet montags bis donnerstags von 11 bis 22 Uhr, freitags, samstags und sonntags bis 23 Uhr.

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