Niederlage in der DEL2 : Ineffektive Löwen im Hessenderby
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Rylan Schwartz und die Löwen Frankfurt verlieren das Hessenderby. Bild: picture alliance / Eibner-Pressefoto
Die Löwen spielen mutig offensiv im Hessenderby in der eigenen Halle. Doch beim 3:5 gegen die Kassel Huskies vergeben die Frankfurter Eishockeyprofis ein Vielzahl an Tormöglichkeiten.
Das dritte Tor fiel zu spät, um der Partie noch einmal Spannung zu verleihen, aber es entlockte den frustrierten Spielern der Löwen dennoch ein kleines Lächeln kurz vor dem Ende der Partie. Das Hessenderby gegen die Kassel Huskies in der Eissporthalle verloren sie am Samstagabend 3:5 (0:2, 1:2, 2:1), doch das Endergebnis verzerrte den Spielverlauf.
Die Löwen spielten mutig offensiv, erarbeiteten sich Torchancen, brachten die Scheibe an diesem Abend jedoch zu selten im Tor der Kasseler unter, um erfolgreich zu sein. Der erst 21 Jahre alte Kasseler Torwart Jonas Neffin wuchs dabei über sich hinaus. Auch das Überzahlspiel blieb zu oft erfolglos. Sechs Mal rannten die Löwen im Power-Play vergeblich an, statistisch gesehen treffen sie etwa in jedem Vierten.
Das Kurioseste an diesem Abend geschah abseits der Eisfläche. Nach dem verpatzten Auftakt in die Partie, es stand 0:2 nach dem ersten Drittel, entschied Stadionsprecher Rüdiger Storch in der Pause, kurzerhand die Löwen-Fans in die Halle zu holen. Die hatten bis dahin das Spiel außerhalb der Halle in den VIP-Räumlichkeiten verfolgt, die in den Zeiten des Zuschauerausschlusses zu einer gastronomischen ‚Sportsbar‘ umfunktioniert wurden.
250 Zuschauer wären in der Eissporthalle ohnehin erlaubt gewesen, die nunmehr gut 100 Zuschauer machten sich gleich bemerkbar. Und so wurde aus einem stillen Hessenderby plötzlich ein atmosphärisches Spiel, getragen von den Anhängern, die ihre eigene Rückkehr zelebrierten. Am Ende konnten aber auch sie die Frankfurter Niederlage nicht verhindern, die Kassel Huskies verwerteten ihre Chancen konsequenter als die Löwen.
Bereits an diesem Montagabend spielen die Löwen in Kassel. Auf Grund der neuen Corona-Verordnung für Großveranstaltungen im Land Hessen dürfen dort nun 1830 Zuschauer das Spiel in der Halle verfolgen. Löwen-Trainer Bo Subr nimmt seine Mannschaft in die Pflicht: „Wir müssen wieder zu unserem Spiel zurückfinden und unsere Leistung über das gesamte Spiel abrufen.“