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Polizeiskandal in Hessen : Die Frau, die über die Ermittlungen wacht

Sabine Thurau, Präsidentin des hessischen Landeskriminalamtes, Anfang Dezember in Wiesbaden Bild: dpa

Dass Sabine Thurau nun für die Ermittlungen zu einem mutmaßlich rechtsradikalen Netzwerk innerhalb der hessischen Polizei verantwortlich ist, gefällt nicht jedem. Denn die Juristin ist gefürchtet – wegen ihres harten Vorgehens gegen Verfehlungen von Polizisten.

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          Es ist keine dankbare Aufgabe, die das Hessische Landeskriminalamt (LKA) unter Leitung von Sabine Thurau in den kommenden Monaten bewältigen muss: Ermittlungen gegen Polizisten aus dem eigenen Bundesland. Es gilt zu klären, wie groß ein mutmaßlich rechtsradikales Netzwerk innerhalb der hessischen Polizei ist.

          Katharina Iskandar
          Verantwortliche Redakteurin für das Ressort „Rhein-Main“ der Sonntagszeitung.

          Seit Freitag ermittelt die Wiesbadener Behörde in dem Fall. Zuvor waren Ermittlungen gegen fünf Frankfurter Polizisten und wegen eines möglicherweise damit verbundenen Drohschreibens öffentlich bekanntgeworden. Es dürfte sich um den größten Polizeiskandal der vergangenen Jahre handeln.

          Nicht konfliktscheu

          Dass nun also LKA-Präsidentin Thurau polizeilich über die Ermittlungen wacht, gefällt nicht jedem. Denn die Juristin ist innerhalb der hessischen Polizei gefürchtet. Sie war im vorigen Jahrzehnt einige Jahre lang Polizeivizepräsidentin in Frankfurt und geriet dort in einen Strudel von Intrigen zwischen mehreren Beamten einer Dienststelle.

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