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Limburg : Teurer Bischofssitz sorgt für Verluste im Bistum

  • Aktualisiert am

Hat einen finanziellen Schaden von mindestens rund 3,9 Millionen Euro verursacht: neuer Bischofssitz in Limburg Bild: dpa

Die davon gelaufenen Kosten für den Bau des neuen Bischofssitzes haben dem Bistum Limburg die Bilanz verhagelt. Es muss eine Millionensumme abschreiben.

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          Der Bau des umstrittenen Bischofssitzes von Limburg hat einen finanziellen Schaden von mindestens rund 3,9 Millionen Euro verursacht. Das ist die Summe, die der Bischöfliche Stuhl etwa wegen nachträglicher Umbauten habe abschreiben müssen, berichtete das Bistum Limburg bei der Vorstellung der Jahresabschlüsse für 2012 und 2013.

          Demnach belastete das insgesamt 31,3 Millionen Euro teure Bauprojekt die Bilanz des Bischöflichen Stuhls: Der Haushalt 2013 weise ein Defizit von 1,4 Millionen Euro aus. Wegen des Finanzskandals um die Residenz und Kritik an seinem Führungsstil hatte Franz-Peter Tebartz-van Elst im März 2014 sein Amt als Bischof von Limburg verloren.

          Der Bischöfliche Sitz

          Der Bischöfliche Stuhl von Limburg ist eine eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts und verfügt über ein eigenes Vermögen. Vertreten wird er von dem jeweiligen Bischof. Die Einrichtung dient verschiedenen Zwecken, unter anderem der „Gewährung von Wohnung und Arbeitsräumen für den Bischof von Limburg“ sowie der „Förderung kirchlicher Aufgaben unter besonderer Berücksichtigung der dem Bischof anvertrauten Sorge für die geordnete Durchführung des Gottesdienstes...“. Der Bischöfliche Stuhl war auch Bauherr des umstrittenen neuen Amtssitzes und trug den Löwenanteil der Kosten von rund 31 Millionen Euro. (dpa)

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