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Lieblingsgericht der Redaktion : Elf Versuche bis zur perfekten Wurst

Bissfest: Nur auf dem Kohlengrill werden Bratwürste richtig kross Bild: dpa

Wer eine richtig gute Bratwurst auf dem Teller haben möchte, muss den Holzgrill aus dem Keller holen. Denn nur auf ihm wird die Wurst, wie sie serviert werden soll: Innen saftig und außen schön kross.

          1 Min.

          Man kann ja fast alles grillen: Forellen aus der Wisper, Bachsaiblinge, Lammlachse, Wild, Maiskolben, Jakobsmuscheln. Die Gäste freuen sich, wenn sie an warmen Sommerabenden in den Genuss von Köstlichkeiten kommen, die nicht nur gut schmecken, sondern auch noch gesund sind. Auch die ernährungsbewusste Familie hat sich rasch mit dem Gasgrill angefreundet. Er lässt sich umstandslos ein- und ausschalten. Die zwei Flammen und die Temperaturregler erlauben eine differenzierte Zubereitung. Was man in der Küche kann, geht meistens auch auf der Terrasse. Und trotzdem: Im Keller steht ein alter Holzkohlegrill und wartet darauf, gelegentlich an die frische Luft zu kommen. Dafür gibt es einen guten Grund: Bratwürste werden nur richtig gut – nämlich außen kross-knusprig und innen saftig –, wenn unter dem Rost des nach oben offenen Grills Kohle oder Briketts verglühen.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Aber Achtung: Die Temperatur sollte nicht auf 200 Grad ansteigen. Denn dann platzt der Darm. Das Fett tropft in die Glut und lässt Flammen hochzischen, die Wurst verbrennt. Wer ohne Thermometer klarkommen muss, hält seine Hand über den Rost. Muss man sie wegen der Hitze sofort wieder zurückziehen, ist die Glut zu heiß für vorgebrühte Würste. Zu empfehlen ist beispielsweise ein Produkt aus dem Rheingau, das keinerlei künstliche Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker, Bindemittel oder Konservierungsstoffe und weniger Kalorien enthält als normale, billige Würstchen. Die verwendeten Gewürze sind ein Geheimnis.

          Die Wurst wird in einer Landmetzgerei aus schlachtwarmem Fleisch von Schweinen und Rindern hergestellt, die nicht etwa in Neuseeland oder jenseits des Atlantiks aufgewachsen sind, sondern ganz in der Nähe. Der Fettanteil beträgt 16 Prozent. So sagt es der Hersteller, die 11te Generation GmbH. Genau elf Versuche benötigten ehemalige Sterneköche, um ein Produkt zu kreieren, das hohen Ansprüchen an erstklassige Lebensmittel genügt. Auf dem Grill verströmt es zusammen mit der Holzkohle einen verheißungsvollen Duft. Fünf bis zehn Minuten dauert es, bis die Bratwurst auf dem Teller serviert werden kann.

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