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Schulpolitik in Hessen : Lehrer sehen kulturelle Bildung „im freien Fall“

  • Aktualisiert am

Kommt aus Sicht von Lehrerverbänden zu kurz: Musikunterricht in der Schule Bild: Franziska Gilli

Unterricht in Musik, Kunst und Theater kommt in Hessen zu kurz - das meinen jedenfalls Lehrerverbände. Die kulturelle Bildung befinde sich „im freien Fall“, mahnen sie.

          Scharfe Kritik an Einsparungen in der kulturellen Bildung an den hessischen Schulen haben drei Lehrerverbände geäußert. Der Unterricht in Musik, Kunst und Theater an den rund 2000 Schulen des Landes sei „im freien Fall“, kritisierten die jeweils für die Fächer zuständigen Landesverbände am Mittwoch in Frankfurt das Kultusministerium.

          Die geplanten Kürzungen bei von Lehrern außerschulisch betreuten Projekten bedrohten die Existenz der hessischen Schultheatertage oder den Bestand regionaler Netzwerke beim Musizieren. Bereits im laufenden Schuljahr ist nach Angaben der Verbände die Stundenzahl der Fachberater in den 16 staatlichen Schulämtern halbiert worden. Außerdem wurden von vielen Schulleitern die Grundkurse Kunst und Musik in den Oberstufen von drei auf zwei Stunden gekürzt.

          Grund für die Kürzungen sind die von Schwarz-Grün in Wiesbaden geplanten Erweiterungen im Ganztagsschulbereich, der Inklusion und neuen Stellen für Deutschlehrer zum Unterrichten von Flüchtlingen. Die Fächer der kulturellen Bildung dürften in Hessen jedoch nicht die Leidtragenden sein, sagte Dorothee Graefe-Hessler vom Bundesverband Musikunterricht. „Hessen steht bundesweit nicht gut da“, sagte der Präsident der Frankfurter Musikhochschule, Thomas Rietschel, zur Stundentafel in den drei musischen Fächern im Land.

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