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„Fridays for Future“ : Lehrer-Gewerkschaft lehnt Sanktionen gegen protestierende Schüler ab

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Demonstration für den Klimaschutz: Schüler verlassen aus Protest den Unterricht in Frankfurt. Bild: Helmut Fricke

In Hessen wollen tausende Schüler den Unterricht schwänzen, um für das Klima zu protestieren. Die Lehrer-Gewerkschaft stellt sich auf die Seite der Demonstranten.

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          Die Lehrer-Gewerkschaft GEW hat die Schulen in Hessen dazu aufgerufen, den für Freitag 15. März geplanten Klimaschutz-Protesttag nicht zu sanktionieren. „Das Bildungssystem soll nicht nur Kenntnisse in schulischen Fächern wie Mathematik, Rechtschreibung oder Fremdsprachen vermitteln“, sagte Vorsitzende Maike Wiedwald am Donnerstag in Frankfurt. Es müsse in der Schule immer auch darum gehen, junge Menschen „an eine mündige Teilhabe an der Gesellschaft heranzuführen“.

          Die Linke in Hessen rief Eltern, Lehrer und Schulleitungen dazu auf, sich mit den Schülern zu solidarisieren und an den Demonstrationen der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“ teilzunehmen. Die andauernden Streiks seien eine angemessene und notwendige Form des zivilen Protestes, der „gewürdigt und nicht bestraft“ gehöre. In Hessen gibt es derzeit eine Diskussion darüber, ob Jugendliche ungestraft während ihrer Unterrichtszeit protestieren dürfen.

          An dem internationalen Protesttag wollen am Freitag hessenweit nach Einschätzung der Landesschülervertretung rund 25.000 Schüler teilnehmen. Allein in Frankfurt werden 10.000 Demonstranten erwartet. Geplant sind unter anderem auch Kundgebungen in Kassel, Marburg, Gießen, Wetzlar, Wiesbaden und Darmstadt. Seit Wochen gehen weltweit jeden Freitag Schüler während der Schulzeit für den Klimaschutz auf die Straße.

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