https://www.faz.net/-gzg-9ku31

„Fridays for Future“ : Lehrer-Gewerkschaft lehnt Sanktionen gegen protestierende Schüler ab

  • Aktualisiert am

Demonstration für den Klimaschutz: Schüler verlassen aus Protest den Unterricht in Frankfurt. Bild: Helmut Fricke

In Hessen wollen tausende Schüler den Unterricht schwänzen, um für das Klima zu protestieren. Die Lehrer-Gewerkschaft stellt sich auf die Seite der Demonstranten.

          Die Lehrer-Gewerkschaft GEW hat die Schulen in Hessen dazu aufgerufen, den für Freitag 15. März geplanten Klimaschutz-Protesttag nicht zu sanktionieren. „Das Bildungssystem soll nicht nur Kenntnisse in schulischen Fächern wie Mathematik, Rechtschreibung oder Fremdsprachen vermitteln“, sagte Vorsitzende Maike Wiedwald am Donnerstag in Frankfurt. Es müsse in der Schule immer auch darum gehen, junge Menschen „an eine mündige Teilhabe an der Gesellschaft heranzuführen“.

          Die Linke in Hessen rief Eltern, Lehrer und Schulleitungen dazu auf, sich mit den Schülern zu solidarisieren und an den Demonstrationen der weltweiten Bewegung „Fridays for Future“ teilzunehmen. Die andauernden Streiks seien eine angemessene und notwendige Form des zivilen Protestes, der „gewürdigt und nicht bestraft“ gehöre. In Hessen gibt es derzeit eine Diskussion darüber, ob Jugendliche ungestraft während ihrer Unterrichtszeit protestieren dürfen.

          An dem internationalen Protesttag wollen am Freitag hessenweit nach Einschätzung der Landesschülervertretung rund 25.000 Schüler teilnehmen. Allein in Frankfurt werden 10.000 Demonstranten erwartet. Geplant sind unter anderem auch Kundgebungen in Kassel, Marburg, Gießen, Wetzlar, Wiesbaden und Darmstadt. Seit Wochen gehen weltweit jeden Freitag Schüler während der Schulzeit für den Klimaschutz auf die Straße.

          Weitere Themen

          Weisen aus dem Orient

          Dudu Tassa and the Kuwaitis : Weisen aus dem Orient

          Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lieder seiner Vorfahren vor der Vergessenheit zu bewahren: Dudu Tassa spielt mit seiner Band Iraq’n’Roll in der Brotfabrik.

          Einfach mal spazieren gehen Video-Seite öffnen

          Auslauf in der Mainmetropole : Einfach mal spazieren gehen

          Da steht kein Pferd auf dem Flur, sondern es spaziert quer durch Frankfurt. Jenny heißt die Stute und, nein, sie ist nicht weggelaufen, sondern hat offiziell Ausgang. Und das täglich und schon seit vielen Jahren - und ganz alleine, kilometerweit.

          Topmeldungen

          Mays Kritik am Parlament : „Das Volk hat genug“

          Nachdem ihr Brexit-Abkommen wiederholt im Unterhaus gescheitert ist, spielt Theresa May das „blame game“ und gibt den Abgeordneten die Schuld. Doch die wehren sich gegen die „aggressiven“ und „hetzerischen“ Vorwürfe.

          Verstorbener Senator : Trump: Habe McCain nie gemocht

          Bei seinen Republikanern im Kongress hat Donald Trump zuletzt an Rückhalt verloren. Neue herabwürdigende Äußerungen über eine verstorbene Größe der Partei bringen nun für viele das Fass zum Überlaufen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.