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Zwei Jahre auf Bewährung : Frankfurter Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt

Stillschweigen: Die Wöhlerschule, an der der nun verurteilte Lehrer unterrichtet hat, hat zu diesem Fall dicht gehalten Bild: Jakob von Siebenthal

Der Lehrer eines Frankfurter Gymnasiums ist wegen sexuellen Missbrauchs zweier Schülerinnen zu Haft auf Bewährung verurteilt worden. Im Prozess ging es auch um den angeblichen den Besitz kinderpornographischer Dateien.

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          Das Amtsgericht Frankfurt hat einen Lehrer eines Frankfurter Gymnasiums wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der heute 46 Jahre alte Oberstudienrat hatte vor Gericht die sexuellen Kontakte mit zwei damals 15 Jahre alten Schülerinnen gestanden. Den weitergehenden Punkt der Anklage, den Besitz kinderpornographischer Dateien, bestritt er jedoch. Nachdem das Gericht einen Sachverständigen angehört hatte, wurde der Pädagoge von diesem Vorwurf freigesprochen.

          Matthias Trautsch

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Lehrer, der Kunst unterrichtete, hatte im Herbst 2015 mit einer der Schülerinnen während einer Party in seinem Haus Geschlechtsverkehr, einige Monate später mit dem anderen Mädchen. Er hatte damals eine Beziehung zu einer ehemaligen, aber schon volljährigen Schülerin. Die Vorfälle wurden im vergangenen Jahr bekannt, nachdem sich eine Freundin eines der Opfer an die Vertrauenslehrerin des Gymnasiums, der Wöhlerschule im Stadtteil Dornbusch, gewandt hatte. In Absprache mit dem Staatlichen Schulamt wahrte die Schulleiterin allerdings striktes Stillschweigen über die Fälle nach innen und außen.

          Während der Beweisaufnahme wurde die Öffentlichkeit zum Schutz der Opfer zeitweise ausgeschlossen. Als Bewährungsauflage setzte das Gericht die Zahlung von 5000 Euro an eine der beiden Schülerinnen fest. Die zweite hatte auf eine Geldzahlung verzichtet. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, müsste der Täter aus dem Schuldienst ausscheiden. Er ist derzeit suspendiert. Nach eigenen Angaben hat er eine Psychotherapie begonnen.

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