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Helmut Schwan (hs.)

Lehren ziehen : Im hohen Gras

  • -Aktualisiert am

Es lohnt sich auf die kleinen Zeichen zu achten wie den Zitronenfalter im hohen Gras. Bild: dpa

Aus einer Zeit voller Schrecken seine Lehren zu ziehen, ist nicht leicht. Zwischen Corona-Krise und Klimawandel müssen die Menschen Antworten finden, aber wie soll das gelingen? Manchmal tut es gut, das Schöne im Kleinen zu suchen.

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          Das Ärgerlichste an dem vielen Regen sei, sagt der Nachbar, dass er alle drei Tage den Rasen mähen müsse. Nun muss fairerweise hinzugefügt werden, dass er das vor der Hochwasserkatastrophe gesagt hat. Es sind Gespräche, von denen man schon vorher weiß, sie werden einen sehr müde machen. Sie kreisen um Wetter und Klima, um den lahmenden Jetstream oder um die nur zwei Prozent Anteil Deutschlands am Kohlendioxid-Ausstoß. Halbwissen prallt auf Halbwissen, und am Ende weiß keiner so recht, warum man überhaupt darüber geredet hat – es ergibt ja doch keinen Sinn. Weil jeder im Schützengraben der eigenen Wahrheit zu wissen meint, wie es ausgeht.

          Zu den vielen Fragen, die sich nach Ende der dritten Welle der Pandemie stellen, gehört daher auch die, ob die Gesellschaft offener und weniger verbissen geworden sei. Empfänglicher dafür, über andere Meinungen zumindest nachzudenken.

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