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Lehmann sieht „fatale Situation“ : Viele Katholiken teilen kirchliche Familienlehre nicht

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Für neue Offenheit: Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann spricht angesichts der Umfrageergebnisse in seinem Bistum von einer „fatalen Situation“ Bild: dapd

Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann spricht von einer „fatalen Situation“. Viele Katholiken im Bistum Mainz beurteilen Fragen der Verhütung und Homosexualität anders als ihre Kirche.

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          Viele Katholiken im Bistum Mainz wünschen sich Änderungen in kirchlichen Positionen etwa zur Verhütung oder zum  Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen. Die Auswertung einer weltweiten Umfrage des Vatikans habe in der Diözese eine tiefe Kluft zwischen der kirchlichen Lehre und den Ansichten der Gläubigen zum Thema Familie gezeigt, teilte das Bistum in Mainz mit.

          Differenzen gebe es auch beim Thema Homosexualität. Zugleich zeige sich bei den Kirchenmitgliedern ein „eher rudimentäres Wissen über das katholische Eheverständnis“.

          Für neue Offenheit und Ehrlichkeit

          Der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann sprach von einer  „fatalen Situation“. Die Umfrage könne helfen, eine neue Offenheit und Ehrlichkeit herbeizuführen. Aus dem Bistum Mainz hatte es mehr als 900 Rückmeldungen von Einzelpersonen, Pfarrgemeinderäten und kirchlichen Gruppen auf den Fragebogen gegeben.

          Die Umfrage des Vatikans dient der Vorbereitung auf eine außerordentliche Synode zum Thema Familie im Oktober 2014 in Rom.

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