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Fragen zur Landtagswahl : Sind Hessens Hochschulen unter Boris Rhein exzellent geworden?

Exzellenz-Wettbewerb: Der Wissenschaftsminister testet eine VR-Brille beim Besuch der TU Darmstadt. Bild: dpa

Bei Förderung durch die Exzellenzstragie von Bund und Ländern zeigt sich Hessen nicht von seiner besten Seite. Die Opposition wirft Wissenschaftsminister Rhein schwerwiegende Versäumnisse vor.

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          Landkarten lügen nicht. Die Deutschland-Übersicht der Spitzenforschungs-Verbünde, die durch die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern finanziert werden, zeigt in der Mitte viel Grau und nur bei Frankfurt und Gießen zwei Kästchen. Sie stehen für das Verbundprojekt der dort ansässigen Herz-Lungen-Forscher, die Hessen zumindest die totale Blamage erspart haben: Ihr Exzellenzprojekt wurde als einziges aus diesem Bundesland zur Förderung ausgewählt. Das beschert den beteiligten Medizinern Zuschüsse in zweistelliger Millionenhöhe, ändert aber nichts daran, dass Hessen bei der nun anstehenden Kür der sogenannten Exzellenz-Universitäten außen vor bleibt.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ist das die Schuld von Boris Rhein? Ja, meint Oppositionsführer Thorsten Schäfer-Gümbel von der SPD, die Landtagswahl fest im Blick. Mit Rhein habe das Land seit fünf Jahren einen Wissenschafts- und Kunstminister, „der sich weder für Kunst noch für die Wissenschaft interessiert“. Dass Rhein sich seinerzeit um dieses Ressort nicht gerissen hat, ist bekannt. Aber ihm hinsichtlich Forschung und Hochschulen umfassende Gleichgültigkeit zu bescheinigen, ist dann doch der spitzen Nachrede zu viel.

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