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Jugendliche und Corona : Kinderärzte an der Belastungsgrenze

Unter Ärzten besteht Einigkeit: Defizite in der Kinder- und Jugendmedizin haben sich infolge der Pandemie verstärkt. Bild: Picture-Alliance

Mangelt es in Hessen an Plätzen etwa für Kinder und Jugendliche in seelischen Nöten? Die Opposition im Landtag meint: ja. Die CDU sagt: Die Zahl der Kinderkliniken ist gesunken, aber es gibt mehr Betten.

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          Die unübersehbaren Defizite in der Kinder- und Jugendmedizin haben sich im Lauf der Pandemie verschärft. Darin herrschte am Mittwoch in der Debatte des Hessischen Landtags jenseits der regierungsamtlichen Beschönigungen und der oppositionellen Übertreibungen Einigkeit. Die massiven Klagen der Wiesbadener Kinderärzte über die mangelhafte Versorgung in den Horst-Schmidt-Kliniken des Helios-Konzerns dienten als lokaler Schwerpunkt der Diskussion.

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          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Im Bund ist seit dieser Woche von einer „Triage“ in der Kindermedizin die Rede. Der Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte konstatiert psychiatrische Erkrankungen in einem nie dagewesenen Ausmaß. „Wer nicht suizidgefährdet ist und ,nur’ eine Depression hat, wird gar nicht mehr aufgenommen.“ Die SPD-Fraktion beklagte, dass nach den Angaben der Landesregierung die Auslastung der Bettenkapazität in den hessischen Kinderkliniken nur bei 70 Prozent liege. Der Mangel an Pflegepersonal und hygienische Defizite seien die Ursache dafür, dass 30 Prozent der Betten nicht mit Patienten belegt werden könnten, erläuterte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Daniela Sommer.

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