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Fragen zur Landtagswahl : Wie spannend ist Hessen wirklich?

Lieber Jamaika als Ampel: FDP-Politiker René Rock (rechts) will eher mit Volker Bouffier (CDU, links) koalieren als mit der SPD und den Grünen. Bild: Cornelia Sick

Hoffen und Bangen zwischen Berlin und Wiesbaden. Auch in der Landespressekonferenz dringen die hessischen Spitzenkandidaten mit ihren Themen nicht durch. Und heizen Spekulationen über Koalitionen an.

          3 Min.

          Nach der Landtagswahl im Freistaat werde man endlich über Hessen reden, hat man gehofft. Oder war es eine Drohung? Jedenfalls wurde nichts daraus, als die Vertreter der sechs Parteien, die wohl in den Landtag einziehen werden, gestern als Gäste der Landespressekonferenz auf dem Podium diskutierten.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Bildung, Mobilität, Wohnen – SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel brachte den Dreiklang ins Spiel, den er seit Monaten intoniert. Aber die Themen, die in Wirklichkeit nur regionale Ausprägungen nationaler Fragen sind, interessierten kaum jemanden wirklich.

          Ebenso wenig interessierte Rainer Rahn, Spitzenkandidat der AfD, die mehrfach vorgetragene Kritik von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen). Lieber spielte er mit seinem Smartphone. Zur Seite legte er es nur kurz, als er nach einer Vision gefragt wurde. Indem er im Hinblick auf die Migrationspolitik das Ende der „Herrschaft des Unrechts“ forderte, zog er sich den Ärger des Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) zu. Der sprach von einer Unverschämtheit, die er im Namen von mehr als 170.000 Bediensteten des Landes scharf zurückwies.

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