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Landesmitarbeiter auf Abwegen : Bücherdieb soll auch 1000 Fossilien gestohlen haben

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Auch im Senckenberg-Museum soll der Bücher- und Fossiliendieb sich bedient haben Bild: Jockisch, Anna

Ende Februar war der Ministeriumsbedienstete als Bücherdieb entlarvt worden, während er 53 Bände aus dem Schloss in Arolsen klauen wollte. Wie es nun heißt, hat er sich auch an Fossilien vergriffen.

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          Ein Beamter aus Hessen soll nicht nur rund 20.000 wertvolle Bücher, sondern auch wertvolle Fossilien aus ganz Europa gestohlen haben. Der vom Dienst suspendierte Mitarbeiter des Wissenschaftsministeriums habe neben dem Bücherschatz auch schätzungsweise 1000 Fossilien und Vergleichsstücke gehortet, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg am Mittwoch in Korbach. Entdeckt worden sei auch der Kopf eines Flugsauriers.

          „Sein Sachgebiet ist die Paläontologie. Die Mitarbeit in einem Ministerium war ein goldener Türöffner“, sagte der Polizeisprecher. Die paläontologische Sammlung wurde bei dem in Darmstadt lebenden Mann entdeckt, ebenso wie die meist alten und kostbaren Bücher.

          In Arolsen ertappt

          Der Verdächtige war Ende Februar im nordhessischen Bad Arolsen festgenommen worden, das zur Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg gehört. Er hatte damals mit 53 Büchern aus der Bücherei des Schlosses Bad Arolsen verschwinden wollen.

          Erste Fossilien sollten am Mittwoch an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Sachsen-Anhalt zurückgehen. Der Mann habe aber auch Stücke aus dem Frankfurter Senckenberg-Museum entwendet. Die Polizei hatte zwischenzeitlich von 24 000 gestohlenen Büchern gesprochen, korrigierte aber die Zahl leicht nach unten.

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