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Lakic angeblich zurück zum FCK : Körbels Optimismus und die traurige Realität

Einsatz: Johannes Flum ist einer der Lieblingsspieler von Eintracht-Trainer Veh Bild: dpa

Eintracht Frankfurt blickt in der Fußball-Bundesliga auf eine Miniserie zurück. Doch nun wartet der FC Bayern. Und gegen den wartet die Eintracht seit 14 Jahren auf einen Sieg in München.

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          Drei Spiele, sieben Punkte: Auf diese Miniserie lässt sich bauen. Unglücklich nur, dass der vierte Gegner Bayern München heißt - und damit die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß ist, dass die Frankfurter Eintracht ihre neunte Saisonniederlage erleidet. Die Eintracht am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) bei den Bayern, eine unlösbare Aufgabe?

          Dessen ungeachtet scheint sich die Frage zu klären, wo Srdjan Lakic künftig spielen wird. Eintracht Frankfurts Stürmer steht nach Informationen des Fachmagazins „Kicker“ vor einer Rückkehr zum 1. FC Kaiserslautern. Der Fußball-Zweitligaverein wollte dies vorerst nicht kommentieren und verwies auf seine Pressekonferenz am Freitag. Lakic hatte zuletzt gesagt, er habe Angebote aus „Rom, Sunderland, Hamburg“.

          Karl-Heinz Körbel sieht dem Südklassiker gelassen entgegen. „Wir gewinnen.“ Seinen Optimismus hat der Rekordspieler der Fußball-Bundesliga schon vor ein paar Tagen kundgetan. Und der „treue Charly“, einst in 602 erstklassigen Spielen für die Eintracht am Ball, hat keine Veranlassung, seine Meinung zu ändern und wegen der Dominanz der Bayern, bei denen die Eintracht zuletzt am 18. November 2000 im Olympiastadion 2:1 gewann (Torschützen Alexander Schur und Jan-Aage Fjörtoft), in Ehrfurcht zu erstarren. Natürlich aber stimmt es: Die Meisterschaft in der Saison 2013/2014 ist langweilig geworden. Einsam kreisen die titelhungrigen Münchner an der Tabellenspitze, und Präsident Uli Hoeneß kann wirklich sein Fernglas herausholen, um auf der Suche nach sogenannten Konkurrenten fündig zu werden. Die Frankfurter, die nicht zu diesem Verfolgerkreis gehören, findet er auf Tabellenposition vierzehn. Das ist ein Platz, mit dem Eintracht-Trainer Armin Veh zufrieden ist. Alles, was besser ist als die Ränge sechzehn bis achtzehn, „würde ich sofort unterschreiben“.

          Platz für Flum

          Veh weiß um die Überlegenheit der Bayern, und schon nach dem 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC Berlin hat er Wechsel angekündigt. Der Coach wird seine Mannschaft ins Rotieren bringen. Sebastian Rode wird mit ziemlicher Sicherheit draußen bleiben, was Platz für einen von Vehs Lieblingsspielern schafft: Johannes Flum. Der war am vergangenen Samstag nur Zuschauer und musste gesperrt passen. Gegen die Bayern kann der Schwarzwälder gemeinsam mit Kapitän Pirmin Schwegler versuchen, aus dem Bayern-Express ein wenig Tempo herauszunehmen. Tempo, das ist ein gutes Stichwort für Takashi Inui. Bei seiner letzten öffentlichen Arbeitsprobe hat es der Japaner vollends daran mangeln lassen. Der linke Außenmann zog es vor, sich als Fußgänger gegen die Hertha in Szene zu setzen. Für die Partie am Sonntag in München drängen sich zwei Möglichkeiten auf: Veh gibt Inui die sofortige Chance der Wiedergutmachung. Oder er lässt ihn zuschauen und bringt den zuletzt nicht mehr gefragten Tranquillo Barnetta von Beginn an.

          Vieles ist möglich bei der Eintracht, vieles ist im Fluss. So auch die Bemühungen, für Srdjan Lakic doch noch einen neuen Arbeitgeber zu finden. Am Mittwoch, an dem Veh drei Mannschaften bildete und ein Miniturnier spielen ließ, bekräftigte der kroatische Stürmer seine grundsätzliche Bereitschaft, sich zu verändern. „Aber ich will eine Perspektive haben. Nur für drei Monate gehe ich nirgendwo hin.“ Weder nach Rom noch nach Sunderland. Sollte ihm eine erfolgversprechende Zukunft aufgezeigt werden, „dann würde ich auch in die zweite Liga gehen. Aber da gibt es nur einen einzigen Verein, der dafür in Frage kommt.“ Er heißt 1. FC Kaiserslautern und ist die Station im Leben des mittlerweile 30 Jahre alten Angreifers gewesen, bei der er seine schönsten und erfolgreichsten Tage hatte. „Mit Stefan Kuntz bin ich super befreundet“, sagte er am Mittwoch. Eine konkrete Anfrage freilich habe es vom Lauterer Vorstandsvorsitzenden für eine mögliche Rückholaktion bisher nicht gegeben. Zeit dafür wäre noch bis Freitag. Dann schließt die Transferliste, und spätestens dann wird Lakic wissen, ob er vielleicht doch noch mit zum alten und neuen Meister nach München fährt oder nicht.

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