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Platzmangel in der Stadt : Tausend Dinge hinter 1000 blauen Türen

Gut abgeriegelt: Mieter eines Lagerraums müssen ein eigenes Schloss anbringen. Bild: Cornelia Sick

Platz ist Luxus und wird immer teurer. In den Großstädten fehlt es vielen Bürgern zunehmend an Speichern und Kellern. In diese Lücke stoßen Lagerhäuser mit flexiblen Angeboten.

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          Blaue Metalltüren, weiße Betonwände, kaltes Neonlicht. Ein Lagerhaus ist ein nüchterner Ort ohne Schnickschnack, ohne Verzierungen und ohne Dekoration. Was zählt, sind Quadrat- und Kubikmeter. Und vor allem die blauen Türen. Rund 1000 sind es in dem fünfstöckigen Haus an der Mainzer Straße, in dem vor zehn Jahren das Unternehmen „My Place“ ihr erstes „Selfstorage“- Haus in der Rhein-Main-Region eröffnet hat.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Derzeit sind rund 800 Lagerräume kurz- oder langfristig gebucht. Die Bedürfnisse der Mieter sind so unterschiedlich wie die Waren. Mancher Wiesbadener braucht lediglich für vier Wochen ausreichend Platz, um die Zeit für den bevorstehenden Umzug zu überbrücken. Andere haben ihren Zweitkeller schon seit vielen Jahren im Lagerhaus, zumal moderne Wohnhäuser über immer weniger Stauraum für ihre Bewohner verfügen. Denn Platz ist teuer, und Keller und Speicher sind in vielen Neubaugebieten rar. Es gibt Sammler, die ihre Schallplatten oder alten Videogeräte lagern wollen, ebenso Läden und Geschäfte, die ihre Weihnachtsdekoration oder alte Aktenberge auf Zeit unterstellen müssen. Ein Lagerhaus sei auch ein Haus voller Geschichten, heißt es bei My Place.

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