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Anwohner schockiert : Lage im Frankfurter Bahnhofsviertel immer angespannter

Nächtlicher Einsatz im Bahnhofsviertel: Mitarbeiter der Stadtreinigung an der Taunusstraße Bild: Maximilian von Lachner

Im Frankfurter Bahnhofsgebiet wird die Not immer sichtbarer. Menschen leben auf der Straße, es riecht nach Exkrementen. Anwohner sind schockiert vom Elend.

          4 Min.

          Wer die Bewohner eines Hauses in der Nähe des Druckraums an der Niddastraße besuchen will, eines Orts, an dem Süchtige Unterstand und sterile Spritzen bekommen können, wird vorbereitet: Keine Flipflops, wenn du einen Hund dabeihast, trag ihn, damit er nirgendwo reintritt, und wenn jemand im Hauseingang steht, musst du ihn wegschieben. Das war schon immer so. Doch inzwischen ist das Elend im Frankfurter Bahnhofsviertel größer geworden.

          Theresa Weiß

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Ich wohne in einem Elendsviertel“, sagt eine junge Frau, die in dem Haus lebt. Sie eso, seit die Straßenreinigung mit Polizeischutz in ihr Viertel kommt, die Menschen auf der Straße nur wenige Sekunden haben, ihre Sachen einzusammeln, bevor sie nach zehn Minuten zurückkommen, weil sie nicht wissen, wohin sonst. Die Anwohnerin möchte nicht, dass ihr Name in der Zeitung steht. Die Fronten seien ohnehin verhärtet, sie wolle eine Debatte führen, sachlich.

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