https://www.faz.net/-gzg-829mp

Kritik an Schwarz-Grün : Lärmdeckel für Frankfurter Flughafen avisiert

Der Plan steht: Die dunklen Abschnitte der Gebäudesimulation zeigen den ersten Bauabschnitt des dritten Terminals. Bild: dpa

Als Reaktion auf den geplanten Baubeginn für das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen kündigt Schwarz-Grün im Landtag ein Konzept für Lärmobergrenzen an. SPD und Linke melden aber Zweifel an.

          Die Landesregierung will im nächsten Jahr ein Konzept für Lärmobergrenzen am Frankfurter Flughafen vorlegen. Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) hat damit auf die Ankündigung der Fraport AG reagiert, noch Ende dieses Jahres mit dem Bau eines dritten Terminals zu beginnen. Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson (Die Grünen) bekräftigte im Wirtschaftsausschuss des Landtags den Willen Al-Wazirs, den Lärm zu deckeln.

          Jochen Remmert

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, zuständig für Flughafen und Offenbach.

          Die SPD hielt darauf der schwarz-grünen Landesregierung vor, das Thema Lärmobergrenzen nur halbherzig zu betreiben, obwohl sie es im Koalitionsvertrag noch als wichtiges Ziel genannt habe. Der nun vorgelegte Antrag zu Lärmobergrenzen enthalte kaum mehr als Allgemeinplätze. Janine Wissler, Linke-Fraktionsvorsitzende, sprach von einem unglaubwürdigen Versuch „der Ausbauparteien, die sich nun als Lärmschützer inszenieren wollen“. Die FDP erkennt in dem Plan der Regierung dagegen die Absicht, „Lärmobergrenzen deutlich unter den Festlegungen des Planfeststellungsbeschlusses“ durchzusetzen, wie Jürgen Lenders, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion sagte.

          Gestern wurde zudem bekannt, dass die Nachprüfung der Fraport-Gutachten zu Terminal3 im Auftrag der Landesregierung rund 100000 Euro gekostet hat. Die FDP hatte eine entsprechende Anfrage gestellt. Die Prüfung der Landesregierung hatte im Wesentlichen ergeben, dass die Gutachten der Fraport substantiell nicht zu beanstanden seien. Dazu, dass einzelne Detail moniert worden seien, kam es Fraport zufolge dadurch, dass die Studien nicht in vollem Umfang veröffentlicht wurden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Istanbul nach den Wahlen : Erdogans Propaganda hat nicht geholfen

          Die Niederlage bei der Wahl in Istanbul ist nicht nur für den Präsidenten ein Schlag, sondern auch für die ihm ergebene Presse. Rund um die Uhr sorgte sie für Aufruhr, jetzt fürchtet sie um ihre Pfründe.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.