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Kurioses bei der Kommunalwahl : In Sensbachtal ist doch nicht fast jede Stimme ungültig

  • Aktualisiert am

Sensbachtal kann doch wählen: Nur acht Prozent der Wahlzettel waren ungültig. Bild: dpa

95 Prozent ungültige Stimmen bei der Kommunalwahl, damit schaffte es eine Gemeinde im Odenwald in die Schlagzeilen. Nur ein Übermittlungsfehler, sagt jetzt der Bürgermeister von Sensbachtal – doch das Ergebnis der Wahl ist weiter kurios.

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          Das Ergebnis bleibt kurios, doch bei der Übermittlung des Wahlergebnisses aus der Odenwald-Gemeinde Sensbachtal hat es einen spektakulären Fehler gegeben. Es gab bei der Kommunalwahl am Sonntag nicht wie zunächst offiziell gemeldet 95,8 Prozent ungültige Stimmen, sondern nur knapp acht Prozent, wie Bürgermeister Egon Scheuermann am Dienstag sagte. Bei der Übertragung des Ergebnisses an das Statistische Landesamt sei wohl etwas schief gegangen. Tatsächlich waren laut Scheuermann 42 von 527 abgegebenen Stimmen ungültig.

          Das Ergebnis von 100 Prozent Stimmen für die regierende Wählergemeinschaft bleibe aber bestehen, sagte Scheuermann. Die GFW/ÜWS war die einzige Gruppe, die in der Gemeinde angetreten war. Bereits bei der letzten Wahl habe die Gemeinschaft, der auch der Bürgermeister angehört, alle Stimmen erhalten.

          Dennoch sei das Regieren nicht immer einfach, sagte Scheuermann: „Bei uns gibt es keinen Fraktionszwang und keine Fraktionssitzungen. Deshalb kann jeder seine Meinung sagen, und er sagt sie direkt im Parlament.“ Die Wahlbeteiligung lag in der Gemeinde mit 64,8 Prozent weit über dem landesweiten Schnitt von 48 Prozent.

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