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Ditib-Kooperation „problemlos“ : Lorz: Zahl der Lehrerstellen erreicht „Allzeithoch“

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Spricht vom Allzeithoch bei Lehrerstellen: Alexander Lorz, Kultusminister Bild: Wolfgang Eilmes

An den hessischen Schulen stehen zum neuen Schuljahr 50.900 Stellen für Lehrkräfte zur Verfügung. Um die Zahl zu würdigen, bedient sich Kultusminister Lorz eines Begriffs aus der Börsensprache.

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          Die Zahl der Lehrerstellen in Hessen klettert im nächsten Schuljahr nach den Worten von Kultusminister Alexander Lorz (CDU) auf ein Allzeithoch - eigentlich ein Begriff aus der Sprache der Börsianer. Mit den insgesamt 50.900 Stellen wolle das Land die steigenden Herausforderungen in der Bildung meistern, etwa die große Nachfrage nach Ganztagsbetreuung und die Integration von Flüchtlingskindern.

          Zudem gebe es den Wunsch nach mehr Angeboten für gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht-behinderten Kindern. Hinzu sollen noch weitere 1100 Stellen kommen, die im Haushalt 2017 eingeplant seien, sagte Lorz. Nach sechs Wochen Sommerferien beginnt für die Schüler in Hessen nächste Woche wieder der Unterricht.

          Kooperation mit Ditib „reibungslos“

          Die Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband Ditib beim islamischen Religionsunterricht läuft nach Angaben von Lorz ohne Probleme. In den Schulen funktioniere der Unterricht reibungslos, der Ausbau gehe wie geplant weiter,. „Wir begleiten das wirklich sehr eng.“ Es gebe Unterrichtsbesuche, und bisher habe kein einziger Fall Grund zur Sorge gegeben. Ausschließlich hessische Lehrkräfte würden eingesetzt, die sich im normalen Schuldienst befänden und auch andere Fächer unterrichteten.

          Der islamische Unterricht wird ab dem am Montag beginnenden Schuljahr in Hessen erstmals auch für Viertklässler angeboten. Die Beteiligung des Türkei-nahen Verbandes Ditib am Islamunterricht war in die Kritik geraten, nachdem sich Ditib mit scharfen Worten über Gegner des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geäußert hatte.

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