https://www.faz.net/-gzg-9lw22

Fridays for Future : Hessens Kultusminister kritisiert Schulausfall durch Klimademos

  • Aktualisiert am

Alexander Lorz, Kultusminister in Hessen, ist gegen wöchentliche Schülerdemonstrationen für den Klimaschutz. Bild: dpa

Bei einer Diskussionsveranstaltung mit 200 Schülern hat sich Hessens Kultusminister Alexander Lorz gegen die „Fridays for Future“-Demonstrationen ausgesprochen. Er argumentiert, dass die Schule so nicht mehr organisierbar sei.

          1 Min.

          Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die regelmäßigen Schülerdemonstrationen für den Klimaschutz während des Unterrichts kritisiert. „Ich hätte es vielleicht einmal gemacht, aber nicht jede Woche“, sagte der CDU Politiker am Freitagmorgen bei einer Diskussion mit Schülern. Dann komme man an den Punkt, an dem Schule nicht mehr organisierbar sei.

          Lorz stellte sich am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt zum Auftakt in die Osterferien den Fragen der rund 200 jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 18 Jahren. Thema war unter anderem, inwieweit sich die Demonstrationen mit der Schulpflicht vertragen. Es war das erste Gespräch über die Klimademonstrationen zwischen Lorz und Schülern seit Beginn der „Fridays for Future“-Bewegung.

          Keine Entbindung von Schulpflicht

          Bereits im Februar hatte Lorz im Landtag erklärt, dass das Demonstrationsrecht nicht von der Schulpflicht entbinde. Diese sei in der Landesverfassung und im Schulgesetz geregelt. Der Grund für eine Demonstration dürfe daneben nicht über die Zulässigkeit entscheiden. SPD, Linke und auch die Grünen als Koalitionspartner der CDU unterstützten demgegenüber die Proteste.

          Zehntausende junge Menschen demonstrieren seit Wochen unter dem Motto „Fridays for Future“ während der Schulzeit für den Klimaschutz. Erst im März waren in Hessen Tausende Jugendliche für einen radikalen Wandel in der Klimapolitik auf die Straße gegangenen. Ihren Ursprung haben die Aktionen in Schweden, wo die 16 Jahre alte Schülerin Greta Thunberg als Erste regelmäßig vor dem Parlament demonstrierte.

          Weitere Themen

          Gedankenspiele für einen Bühnen-Neubau

          Standortsuche : Gedankenspiele für einen Bühnen-Neubau

          Die Grundstückssuche für eine neue Spielstätte der Frankfurter Oper oder dem Theater läuft auf Hochtouren. Die Wallanlagen sind eine naheliegende, aber nicht die einzige Option.

          Condor kann weiterfliegen

          Käufer gefunden : Condor kann weiterfliegen

          Die Käufersuche hat ein Ende: Die polnische Airline LOT kauft Condor. Die Fluggesellschaft ist jedoch weiterhin auf Sparkurs. Ein möglicher Umzug nach Offenbach oder Eschborn ist nicht die einzige Maßnahme.

          Topmeldungen

          Zur Diskussion gestellt: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht ließ einen „Diskussionsentwurf“ verschicken, der vorstellt, wie sich die Beamten des Ministeriums die Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie in nationales Recht vorstellen.

          EU-Urheberrecht : Kein Vorschlag zur Güte

          Das Justizministerium schlägt vor, wie das neue EU-Urheberrecht in nationale Gesetze aufgenommen werden soll. Der Vorschlag wirkt moderat, doch er birgt Sprengstoff. Auch für die Bundesregierung.
          Hochzeitswagen auf den Straßen Istanbuls

          Brief aus Istanbul : Beim Kindermachen denken Sie woran?

          „Denken Sie während des Aktes an Ihren geistigen Führer, um ein sittsames Kind zu bekommen“: Wie sich die Regierenden in der Türkei ins Privatleben ihrer Bevölkerung einmischen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.