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Sarah Kane : Stücke wie Schusswaffen

Kane mit Tischtennisball: Hannah Schassner, Linus Koenig, Marina Fischer, Sebastian Bolitz und Sarah Kortmann (von links) vom Festival „20.21 Kane innen“. Bild: Niko Neuwirth

Sarah Kane wäre dieses Jahr 50 geworden. Sechs freie Theatergruppen wollen ihre Stücke als Festival in Frankfurt zeigen – und eines über sie. Die erste Produktion ist fertig.

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          Wer war Sarah Kane? Sie war Britin, sie war jung, sie hat krasse Stücke geschrieben. Sie war depressiv und hat sich, kurz nach ihrem 28. Geburtstag, das Leben genommen. Am 3. Februar wäre Kane 50 Jahre alt geworden. Mitte der neunziger Jahre schlug ihr Werk in die Theaterwelt ein „wie eine Handgranate“, sagt Linus Koenig. Könnte sein, dass seine Wortwahl der Tatsache geschuldet ist, dass Koenig, Leiter des Frankfurter Theaters Landungsbrücken, gerade Sarah Kanes allererstes Stück „Zerbombt“ (1995) inszeniert hat. Und da spielen Kriegswaffen nun mal eine bestimmende Rolle.

          Eva-Maria Magel
          Leitende Kulturredakteurin Rhein-Main-Zeitung.

          Allerdings nicht in der üppigen Inszenierung, die Koenig mit Co-Regisseur Felix Bieske auf die Bühne gebracht hat. Da übernehmen Thomas Buchenauer, Jens Eichler an E-Gitarre und Schlagzeug das Bombardement. Bis allerdings das Publikum „Zerbombt“ erleben kann, werden noch etliche Monate vergehen. Der Premiere ohne Zuschauer, die als Geburtstagsfeier für Kane hätte durchgehen können, folgen noch fünf weitere Produktionen, bis am 4. August „Kane.Innen“, ein Festival rund um das Gesamtwerk der Autorin, beginnen soll.

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