https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kultur/yrd-works-zeigt-steady-burn-auf-dem-clariant-gelaende-in-offenbach-18029591.html

Fürs Feuer : Wenn Kunst verschwindet

Erst wird die Skulptur aus Holz errichtet, dann ein paar Tage lang Stück für Stück abgebaut und verbrannt. Am Lagerfeuer ist Raum für Begegnungen und das Nachdenken über Skulptur, Performance und Installation. Gegrillt werden darf auch.

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          Offenbach ⋅ Sieben Uhr früh, und das Feuer brennt. Das ist das Wichtigste, auch wenn die Herren Künstler, traut man dem Livestream, der „Steady Burn“ überträgt, noch in den Federn liegen. Yacin Boudalfa, Ruben Fischer und David Bausch, die seit Studienzeiten an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung als YRD.Works gemeinsame künstlerische Sache machen, können gelassen dabei zusehen, wie sich ihr Werk verzehrt. Und nichts bleibt als ein Haufen Asche.

          Christoph Schütte
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das ist im Grunde auch schon alles. Und sagt doch nur wenig über den hybriden Status von „Steady Burn“ zwischen Skulptur, Performance und Installation. Eine Woche lang haben die drei an der bühnenartigen, rund 180 Quadratmeter messenden Skulptur gearbeitet, nur um die Konstruktion nun mit der Handsäge wieder zu zerlegen und nach und nach zu verfeuern. Rund um die Uhr. Feuerwache inklusive. Nicht für eine Party, wegen der Pfadfinderromantik oder als Selbstzweck, all das auch, mag sein. Doch vor allem als performatives Nachdenken über Skulptur, die hier zunächst entsteht und klar definierte Form annimmt, nun aber Brett für Brett und Balken für Balken immer kleiner wird und voraussichtlich am Sonntagvormittag komplett verschwunden sein wird.

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