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Musikunterricht trotz Corona : Geigenstunde per Skype

Fingerspitzengefühl: Ob die Grifftechnik stimmt, lässt sich auch per Video kontrollieren. Bild: Dreisen, Linda

Auch Musik- und Ballettschulen bauen ein Corona-Ersatzprogramm auf. Es werden weiter Tonleitern und Quartette geübt, Pliés und Rückhand-Returns – nur eben nicht im direkten Miteinander von Schülern und Lehrern.

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          Dass eine Geige in der Videokonferenz bisweilen klingt wie ein Fagott, kann Laien aus der Fassung bringen. Hilde Singer-Biedermann nicht. Sie hört über Skype und aus 30 Kilometern Entfernung genau, dass die E-Seite an der Achtelgeige ihrer Schülerin nicht richtig gestimmt worden ist. Die seit vielen Jahren, wie sie sagt, „leidenschaftlich analog lehrende Geigen- und Bratschenlehrerin“ unterrichtet jetzt digital. Vor zwei Wochen habe sie sich das nicht vorstellen können. Nun bereichere sie die neue Erfahrung – es sei eine gute Möglichkeit, mit der Corona-Ausnahmesituation umzugehen.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Singer-Biedermann ist eine von 140 Lehrkräften der Musikschule Frankfurt, die insgesamt 5500 Schüler unterrichten. Außerschulischer Ergänzungsunterricht, zu dem Musikunterricht genauso zählt wie anderer künstlerischer oder Sportunterricht, ist seit 16. März genauso ausgesetzt wie der reguläre Schulunterricht. Und auch dort wird auf Ersatzbetrieb umgestellt.

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