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Digitalisierung des Filmerbes : Filmarbeit für viele Jahrzehnte

Blick ins Buddelschiff: Hans Albers (Mitte) in „Große Freiheit Nr. 7“. Bild: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung Wiesbaden

Die Murnau-Stiftung Wiesbaden steckt mitten in der Digitalisierung des Filmerbes. Im Dezember hört Vorstand Ernst Szebedits auf. Doch vorher zieht er Bilanz.

          3 Min.

          Der blonde Seemann Hannes, wenn auch schon etwas älteren Semesters, ist immer noch der große Renner. Noch eine Woche lang ist „Große Freiheit Nr. 7“, Helmut Käutners 1944 gedrehter Farbfilm mit Hans Albers als Hannes in der Hauptrolle, jetzt in der Mediathek des Senders Arte zu sehen. Im Vorspann: das Logo der Murnau-Stiftung Wiesbaden samt einer Erläuterung, wie die jetzige restaurierte Fassung zustande gekommen ist.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Wir versuchen, bestmöglich an die Premierenfassung heranzukommen“, sagt Vorstand Ernst Szebedits. Selbst wenn besseres Material vorliegt, fahnden die Restauratoren mit Schnittlisten, Zensurkarten und dem Abgleich verschiedener Negative und Kopien nach dem, was die ursprüngliche Fassung eines Werkes war. Bisweilen liegen Stücke von Filmen in Archiven auf der ganzen Welt. So ist das Gesamtkonvolut von „Metropolis“ von Fritz Lang, in alle Welt verstreut und in einer von der Stiftung restaurierten Fassung 2010 wieder aufgeführt, Weltkulturerbe. Ein Meisterstück der Restauratorin Anke Wilkening, die viele Jahre lang der Murnau-Stiftung verbunden gewesen ist.

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