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Frankfurt bleibt Sitz : Verlag Schöffling an Kampa verkauft

Staffelübergabe: Der Verlag, den Klaus Schöffling groß machte, gehört künftig zu einem Züricher Verlag. Hier Schöffling 2009 im Literaturhaus Frankfurt Bild: Frank Röth

Der Frankfurter Verlag Schöffling ist künftig Teil des Zürcher Kampa Verlags. Die Zukunft des Lesefests „Frankfurt liest ein Buch“, organisiert von einem von Schöffling gegründeten Verein, ist aber für 2022 gesichert.

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          Der Verlag Schöffling & Co. wird zum 1. Januar 2022 Teil des Zürcher Kampa-Verlags. Die Nachfolgefrage hatte sich an der Kaiserstraße im Bahnhofsviertel schon seit einiger Zeit gestellt. 2018 wurde verkündet, dass die langjährige Mitarbeiterin Silke Tabbert, seit 2014 gemeinsam mit Verleger Klaus Schöffling Geschäftsführerin, das Unternehmen zusammen mit Patrick Hutsch weiterführen werde. Er verließ den Verlag ein Jahr später. Nun heißt es in einer Mitteilung, der Staffelstab werde an den Kollegen Daniel Kampa weitergereicht.

          Florian Balke
          Kulturredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der 1970 geborene Kampa gründete den nach ihm benannten Verlag im Jahr 2018. Zuvor hatte er 20 Jahre für Diogenes gearbeitet und kurze Zeit den Hamburger Verlag Hoffmann und Campe geleitet. Vor Kurzem erwarb Kampa den Salzburger Verlag Jung & Jung. Damit verfügt er über je ein Unternehmen auf dem Schweizer, dem österreichischen und dem deutschen Buchmarkt. Zu den Autoren unter dem Kampa-Dach zählen zwei Träger des Preises der Leipziger Buchmesse, zwei Trä­gerinnen des Deutschen Buchpreises und Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokar­czuk, deren Auszeichnung 2019 Aufmerksamkeit auf die glück­liche Hand des Verlages lenkte, der kurz zuvor mitgeteilt hatte, Tokarczuks bis dahin über mehrere Verlage verstreutes Gesamtwerk erscheine zukünftig bei Kampa auf Deutsch.

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