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Musical „Cabaret“ in Wiesbaden : Wie die Welt sich dreht

Spiel: Im Berliner Kit-Kat-Club wird veralbert und verherrlicht, was seine Gäste fürchten und begehren. Bild: Karl und Monika Forster

Iris Limbarth und Tom Gerber setzen am Staatstheater Wiesbaden John Kanders „Cabaret“ wirkungsvoll in Szene. Auf eine Aktualisierung des 1966 in New York uraufgeführten Musicals wird zu Recht verzichtet.

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          Die Idee, ein verruchtes Kabarett zum Hauptspielort eines Musicals zu machen und die Handlung als doppelte Liebesgeschichte im Berlin der Zeit um 1930 anzusiedeln, ist ausgezeichnet. Prickelnde Gesangs- und Tanznummern lassen sich als Teil der Revue, deren Star die Protagonistin ist, in loser Folge wunderbar einbauen, während sich durch die äußeren Ereignisse kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung der Druck auf die zwei Liebespaare drastisch erhöht.

          Guido Holze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          „Cabaret“, das auf einem Buch von Joe Masteroff nach dem Stück „Ich bin eine Kamera“ von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood beruht, ist mit den Gesangstexten von Fred Ebb und der Musik von John Kander daher auch ein sehr gut funktionierendes, bühnenwirksames Stück. Im erstmals wieder voll besetzten Staatstheater Wiesbaden zündete es jetzt mit großem Erfolg auch unter der Regie von Tom Gerber, der die Inszenierung der im Laufe der Produktion erkrankten Iris Limbarth, Leiterin des Jungen Staatstheaters und im Genre erfahren, handwerklich perfekt zu Ende führte.

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