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Antisemitismus-Vorwürfe : Skandal um Hakenkreuz-Plakat am Staatstheater Wiesbaden

Plakatentwürfe zur Veranstaltungsreihe, die im Frühjahr 2017 unter dem Titel „Sündenfall der Künste – Richard Wagner, der Nationalsozialismus und die Folgen“ in Bayreuth begann. Bild: privat

Ein Plakat zur NS-Verstrickung des Wagner-Clans schlägt im Staatstheater Wiesbaden hohe Wellen. Gleichzeitig werden dort interne Konflikte auf hoher Ebene ausgetragen, die möglicherweise mit diesem Skandal zusammenhängen.

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          Dass Uwe Eric Laufenberg, der Intendant des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden, mit Widerspruch nicht immer souverän umgeht, ist auch der Hessischen Kunstministerin Angela Dorn (Die Grünen) schon aufgefallen. Aber sie sitzt am längeren Hebel. Schon im vergangenen Herbst zeichnete sich ab, dass sie den 2024 auslaufenden Vertrag des streitbaren Intendanten nicht verlängern würde. Laufenberg kam der Politikerin mit der Ankündigung seines immer noch fernen Abschieds zwar zuvor, aber erledigt war die Sache damit für ihn natürlich nicht.

          Guido Holze
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.
          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Durchsetzen konnte er sich hingegen in seinem Konflikt mit dem Generalmusikdirektor Patrick Lange. Nachdem dieser das Haus im Februar wie viele andere vor ihm entnervt verlassen hatte, ging auch die Orchesterdirektorin. Als deren Nachfolger setzte Laufenberg den Bewerber aus Tel Aviv, Ilia Jossifov, durch. Geschäftsführer Holger von Berg, der ebenfalls mit Laufenberg im Clinch liegt, hält den Israeli für eine Fehlbesetzung und machte ihm dies in einem Gespräch deutlich, das der „Bild“-Zeitung in der vergangenen Woche als Ausgangspunkt für eine Artikelserie über einen „Hakenkreuz-Skandal“ diente.

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