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Schauspielerin Maryam Zaree : Für die Würde und das Lachen

Schauspielerin und Regisseurin Maryam Zaree: aufgewachsen in Frankfurt, geboren 1983 im iranischen Gefängnis von Evin Bild: Realfiction Verleih

Maryam Zaree wurde im Iran geboren, ist in Frankfurt aufgewachsen und als Schauspielerin erfolgreich. Mit „Born in Evin“ hat sie einen Erstlingsfilm vorgelegt, der Biographie ist und das große Ganze trifft.

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          Vater, Mutter, Kind, das ist eine einfache Gleichung. Bei Maryam Zaree ist es schon ein großes Glück, dass Vater, Mutter, Kind überlebt haben. Und, mehr noch, dass sie auch seelisch nicht gestorben sind, trotz der Versehrungen, die ihnen angetan wurden. Die Menschenwürde sei ihnen abgesprochen worden, sagt Zaree in ihrem außergewöhnlichen Film „Born in Evin“, der nun, mit Vater und Mutter, im Frankfurter Kino Cinema seine Premiere feiert. Und man begreift, dass dieses Absprechen noch schlimmer sein kann als sterben.

          Eva-Maria Magel

          Kulturredakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Zarees Film, in dem es Raum für Trauer und für Kalauer gibt, für Tränen und Trotz, fürs Scheitern und fürs Anfangen, ist bei der diesjährigen Berlinale viel beachtet worden. Bald kommt er ins Kino, in Frankfurt läuft er schon jetzt. Nicht nur, weil Zaree dafür am Buchmesse-Freitag den Hessischen Filmpreis als „Newcomerin“ erhält. „Ich lebe seit 17 Jahren in Berlin, aber in Frankfurt fühle ich mich schon noch heimisch. Meine Mutter und mein Vater, auch andere Protagonisten, leben in Frankfurt, wir haben hessische Filmförderung bekommen – da hat sich eine Premiere in Frankfurt angeboten. Es gab ja bei der Berlinale schon eine Berlin-Premiere“, sagt Zaree.

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