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Schlag ins Gesicht: Es werden die Orte geschlossen, die für Offenheit statt Filterblase und Diskurs statt Politiküberdruss stehen. (Symbolbild)

Absage an Kulturschaffende : Kommt jetzt auch der geistige Notstand?

Seit die Corona-Pandemie uns im Griff hat, wird jede Handlung zum Zeichen. Künstler und Kulturschaffende lesen sie – verletzt und fassungslos. Denn sie signalisieren: Euer Einsatz wird nicht gebraucht.

Die zweite Corona-Welle : Novemberregen wie nie zuvor

Die versprochene Wirtschaftshilfe wird die Belastungen für Veranstaltungs-Fachleute und Restaurantbesitzer nicht ausgleichen können. Eine Debatte darüber ist wichtig – aber man hätte all dem besser vorbeugen können.
Liebt den doppelten Blick: die Choreographin Doris Uhlich vor ihren Proben in Frankfurt

Choreographin Doris Uhlich : „Mich interessiert der längere Weg“

Der Körper im Mittelpunkt ihres Schaffens ist weniger der fitte, durchtrainierte: Doris Uhlich hat sich mit ihren ungewöhnlichen Choreographien international einen Namen gemacht. Nun ist sie beim Tanzfestival Rhein-Main im Fokus, das bis Sonntag halbwegs normal läuft.
Der Pianist Django Bates und die HR-Bigband erhalten wenigstens einen Bruchteil des 51. Frankfurter Jazzfestivals.

Jazzfestival in Frankfurt : Charlie Parker neu gedacht

Vom diesjährigen Frankfurter Jazzfestival ist nur ein Konzert geblieben. Dabei überraschten Django Bates und die HR-Bigband allerdings mit außergewöhnlichen Neuinterpretationen des genialen Improvisators.

Rekonstruktion Schauspielhaus : Unmöglich und unsinnig

Ein Bürgerbegehren fordert, das Frankfurter Schauspielhaus zu rekonstruieren. Das steht jedoch eigentlich nicht zur Debatte. Ob die Rekonstruktionsfreunde erfolgreich sein werden, darf bezweifelt werden.

Halloween in Corona-Zeiten : Hallo Wien!

Müssen Kinderhorden in diesem Jahr auf das Herumgeistern in der Nachbarschaft verzichten? Nein, es gibt Alternativen für die Süßigkeiten-Suche an Halloween. Schließlich war das ganze 2020 doch bis jetzt eine einzige Gruselparty.

Die zweite Corona-Welle : Novemberregen wie nie zuvor

Die versprochene Wirtschaftshilfe wird die Belastungen für Veranstaltungs-Fachleute und Restaurantbesitzer nicht ausgleichen können. Eine Debatte darüber ist wichtig – aber man hätte all dem besser vorbeugen können.

Absage an Kulturschaffende : Kommt jetzt auch der geistige Notstand?

Seit die Corona-Pandemie uns im Griff hat, wird jede Handlung zum Zeichen. Künstler und Kulturschaffende lesen sie – verletzt und fassungslos. Denn sie signalisieren: Euer Einsatz wird nicht gebraucht.

Keine Dieselfahrverbote : Sieg der Vernunft

Doch kein Dieselfahrverbot: Dass sich die Stadt Mainz und die Deutsche Umwelthilfe vor Gericht geeinigt haben, darf als Sieg der Vernunft gewertet werden. Kompromissbereitschaft zahlt sich auch in diesem Fall aus.

Bad Nauheimer Sprudelhof : Späte Rüge

Mit der Sanierung der Badehäuser im Strudelhof in Bad Nauheim geht es nur schleppend voran. Die avisierten Zeitpläne für die Fertigstellung stellen sich als Makulatur heraus.

Neuer Lockdown : Familien als Wellenreiter

Die zweite Corona-Welle verunsichert Familien. Wie sollen sie sich verhalten? Es lohnt sich, über Hybridmodelle zwischen familiärem Lockdown und Normalität nachzudenken.

Corona-Konzepte : Zum Schutz der Händler

Die Streichliste dieses Jahres ist so lang, dass es immer schwerer fällt, guten Mutes zu bleiben. Mit Sicherheit lässt sich das eine oder andere Konzept nutzen, um ein wenig Frankfurter Normalität und auch Adventsstimmung zu retten.

Bund der Steuerzahler : Befreiende Unabhängigkeit

Der Bund der Steuerzahler legt auch in Hessen einmal im Jahr eine umfassende und detaillierte Dokumentation vor, in der die Verschwendung öffentlicher Mittel anschaulich wird. Doch die Bedeutung des Schwarzbuchs ist begrenzt.

Nitribitt und andere Fälle : Verbrechen zahlt sich aus

Mit dem Tod Unterhaltung treiben, ist das Schicksal von Erfolgsschriftstellern. Wie in der Wirklichkeit bleibt in der Literatur meist alles offen. Nur im Krimi nicht.
Seit 30 Jahren in der Schmiere: Effi B. Rolfs leitet das Kabarett zusammen mit Matthias Stich.

Frankfurter Theater „Schmiere“ : Kabarett, ausgestellt

Mit einer Ausstellung ist die Schmiere in Frankfurt pünktlich zum Jubiläum wieder da. Denn die als „schlechteste Theater der Welt“ bekannt gewordene Bühne feiert ihren 70. Geburtstag.
Perfekte Ergänzung: Zum Wein werden deftige Kleinigkeiten serviert.

Lokaltermin : Gute Tropfen, kleine Snacks

Auch das wird in den Wochen des Lockdowns fehlen: Die Weinbar „Urban & Anders“ setzt im Frankfurter Amüsierviertel Alt-Sachsenhausen einen entspannt-erwachsenen Akzent. Ausgesprochen moderate Preise und eine gute Weinauswahl überzeugen den Gast.
Buntes Gericht: Gäste können sich in der „UBowl“ ihre Schüssel individuell zusammenstellen

Lokaltermin : In die Schüssel, aus der Schüssel

Das „UBowl“ in Frankfurt ist ein schlicht designter, dabei fein eingerichteter Imbiss, der ausschließlich Bowls anbietet. Der Inhaber Hai Mingh Hoang ist in der Spitzenküche sozialisiert. Das schmeckt man.

Lokaltermin : Modern und koscher

Das „Flowdeli“ soll mehr als ein typisches Museumscafé sein. Auf der Speisekarte finden sich kaum mehr als ein Dutzend Gerichte, aber sie spiegeln viele Einflüsse der jüdischen Küche wider – und sind alle koscher.
„Skinny Burger Sophie“: Ein Burger ohne Brötchen, der gewissermaßen in seinen Einzelteilen serviert wird.

Lokaltermin : Buletten und Berge

Das „Sissi und Franz“ in Frankfurt-Bockenheim spielt mit der guten alten Donaumonarchie. Serviert werden Burger mit alpenländischem Touch.

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  • Hip-Hop aus Offenbach : Rappen ohne Protzen

    Als Nepumuk zeigt Nelson M. Brandt, dass Hip-Hop sehr gut ohne den Klamauk drumherum auskommen kann. Statt auf Gangsta-Rap setzt der Musiker auf Soul, Funk und Jazz.
  • Inklusive Sprache: Wen meint das generische Maskulinum eigentlich mit?

    Geschlechtergerechte Sprache : Gender-Furor in der Stadtverwaltung

    Die Welt bildet sich in der Sprache ab, das wussten schon Hegel und Butler. Und wenn Sprache auf Einseitigkeiten beruht, gilt es diese aufzubrechen. Was die Frankfurter Stadtverwaltung aber derzeit praktiziert, gleicht einem Gender-Furor.
  • Die Frankfurter können Ende Oktober eine Woche lang den Geschichten nachspüren, die sie sich seit Nitribitts Tod erzählt haben.

    „Frankfurt liest ein Buch“ : Stadtrundfahrt mit Lebedame

    Ihre Geschichte wurde immer wieder neu erzählt und uminterpretiert: Das Festival „Frankfurt liest ein Buch“ widmet sich eine Woche lang der ermordeten Frankfurter Prostituierten Rosemarie Nitribitt.
  • Je bunter desto besser: Farbliche Diversität kann auch durch Maskentragen realisiert werden

    Trend in Corona-Zeiten : Kind sein

    Die Corona-Pandemie hat entschleunigt. Die Leute entdecken nicht nur ihr inneres, sie entdecken auch ihr äußeres Kind wieder. Dabei kommen die kindlichen Überreste wieder zutage.
  • Willst du mit mir gehen? Auf dem Hölderlinpfad zwischen Bad Homburg und Frankfurt, hier an der Frankfurter Taubenstraße

    Hölderlin-Woche in Frankfurt : Die Liebe und der Asphalt

    Der Audiowalk „Hölderlin Heterotopia“ macht es möglich, mit dem Dichter durch Frankfurt zu streifen. Dabei wandert oder radelt der Zuhörer nicht einfach zu Hölderlin-Orten, sondern legt Hölderlin in seine Welt hinein.
  • Letzte Dinge: Lucie Mackert, Sebastian Klein und Barbara Englert in Michael Quasts Beckett- Inszenierung „Spiel“

    Frankfurter Volksbühne : Klopapierrollen statt Urnen

    Die Frankfurter Volksbühne zeigt Samuel Becketts Einakter „Spiel“. Und damit ein absurdes Corona-Theater, das sich einem modernen Klassiker widmet, den viele immer noch als ziemlich anstrengend empfinden.
  • „Einfluss von außen wäre völlig störend“: In Florian Heinkes Atelier im Frankfurter Stadtteil Bornheim fällt kein Tageslicht.

    Frankfurter Künstler : Kunst als Schrei und Ausdruck

    Er nennt seine schwarzen, gegenständlichen Bilder „Black Pop“: Darin nimmt es Florian Heinke mit dem Ernst des Lebens auf. Zur Auflockerung malt er aber manchmal auch bunte.
  • Will die Chance ergreifen: Kulturdezernentin Ina Hartwig setzt sich für die Etablierung eines Theaters im Zoogesellschaftshaus ein

    Kindertheater in Frankfurt : Musterhafter Wurf

    Das Konzept für das Frankfurter Kinder- und Jugendtheater liegt vor. Erstaunlich detailliert und mit einer Beteiligungsstruktur. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein.
  • Nackte Tatsachen: Doris Uhlich will mit 20 Darstellern die Frankfurter Version von „Habitat“ uraufführen.

    Frankfurter „Habitat“ : Die Rückkehr des Körpers

    Der Tanz kann sich in besonderer Weise damit beschäftigen, was die Krise mit der Körperwahrnehmung angerichtet hat. Das fünfte Tanzfestival Rhein-Main plant auf Sicht, aber ganz analog mit Publikum – und nackten Tatsachen.
  • Der Frankfurter Theatermacher Willy Praml veranstaltet die Themenwoche gemeinsam mit dem „studioNAXOS“.

    Themenwoche in Frankfurt : Wider das Vergessen

    Theaterstücke, Konzerte und „ein antifaschistischer Stadtrundgang“: Sieben Tage lang geht es bei den Kulturveranstaltungen in der Naxoshalle um die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Zeit in Frankfurt.
  • Maskerade: Sibylle Weiser und Tom Gerber spielen Marianne und Johan

    Staatstheater Wiesbaden : Nah an Loriot

    Zeitlos und schmerzhaft: Ingo Kerkhof inszeniert „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergman am Staatstheater Wiesbaden. Übergroße Marionettenköpfe und Loriot ähnelnde Ehealltagssketche prägen die eindringliche Inszenierung.
  • Franziska Becker ist für selbstironische Karikaturen in Zeitschriften bekannt.

    Hanauer Karikaturpreis : Erstmals eine Frau

    Franziska Becker erhält den Karikaturpreis der Stadt Hanau. Werke der Kölnerin werden aber wegen Corona erst im nächsten Jahr gezeigt.