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Seit 30 Jahren in der Schmiere: Effi B. Rolfs leitet das Kabarett zusammen mit Matthias Stich.

Frankfurter Theater „Schmiere“ : Kabarett, ausgestellt

Mit einer Ausstellung ist die Schmiere in Frankfurt pünktlich zum Jubiläum wieder da. Denn die als „schlechteste Theater der Welt“ bekannt gewordene Bühne feiert ihren 70. Geburtstag.

Bad Nauheimer Sprudelhof : Späte Rüge

Mit der Sanierung der Badehäuser im Strudelhof in Bad Nauheim geht es nur schleppend voran. Die avisierten Zeitpläne für die Fertigstellung stellen sich als Makulatur heraus.

Neuer Lockdown : Familien als Wellenreiter

Die zweite Corona-Welle verunsichert Familien. Wie sollen sie sich verhalten? Es lohnt sich, über Hybridmodelle zwischen familiärem Lockdown und Normalität nachzudenken.

Corona-Konzepte : Zum Schutz der Händler

Die Streichliste dieses Jahres ist so lang, dass es immer schwerer fällt, guten Mutes zu bleiben. Mit Sicherheit lässt sich das eine oder andere Konzept nutzen, um ein wenig Frankfurter Normalität und auch Adventsstimmung zu retten.

Bund der Steuerzahler : Befreiende Unabhängigkeit

Der Bund der Steuerzahler legt auch in Hessen einmal im Jahr eine umfassende und detaillierte Dokumentation vor, in der die Verschwendung öffentlicher Mittel anschaulich wird. Doch die Bedeutung des Schwarzbuchs ist begrenzt.

Nitribitt und andere Fälle : Verbrechen zahlt sich aus

Mit dem Tod Unterhaltung treiben, ist das Schicksal von Erfolgsschriftstellern. Wie in der Wirklichkeit bleibt in der Literatur meist alles offen. Nur im Krimi nicht.

Bauprojekt in Offenbach : Nicht tragisch – falls gebaut wird

In Offenbach sind zahlreiche Bauprojekte, durch die Wohnungen zu günstigen Preisen entstehen sollen, trotz Pandemie gut vorankommen. Doch nun ist die Nassauische Heimstätte aus dem Projekt „Vitopia Campus“ ausgestiegen.

Protest gegen A49 : Lebensgefährlich und ohne Verantwortung

Schon wieder seilen sich sogenannte Aktivisten von Autobahnbrücken ab. Die Folge ist ein Verkehrschaos in der Rhein-Main-Region. Woher aber leiten die Demonstranten ihre Legitimation ab?

Koalition in Hessen : Das Experiment Schwarz-Grün

Die Meinungsverschiedenheit beim Weiterbau der A49 zeigt: Die schwarz-grüne Koalition in Hessen beruht nicht auf echten Kompromissen – jede Partei hat ein paar Wünsche frei, wenn sie dafür die andere gewähren lässt.

Im Wald : Anne Imhof und Burberry

Die Frankfurter Künstlerin Anne Imhof ist bekannt für düstere und manchmal verstörende künstlerische Welten. Die Modenschau der bunt-blumige Kollektion von Burberry hat sie in ihrem Stil inszeniert.

Wiesbadener Stadtteil Ostfeld : Ohne Gleise geht es nicht

Wiesbadens geplantes Musterquartier Ostfeld eignet sich besonders gut für eine Straßenbahnanbindung. Es wird sich zeigen, wie ernst es der Stadt mit der Verkehrswende ist.
Unter Freunden: Melusine Huss (vorne rechts) am 25. August1983 bei der Eröffnung der Huss’schen Universitätsbuchhandlung

Melusine Huss : Elementargeist der Literatur

„Melusine Huss“, den Namen gab sich Frankfurts legendäre Buchhändlerin einst selbst, galt als Kulturinstitution in Frankfurt. Vor 100 Jahren wurde sie geboren.
Die schlafende Schöne: Rosemarie Nitribitt einmal ganz brav. Einem Roman zu ihrem Schicksal ist „Frankfurt liest ein Buch“ 2020 gewidmet.

Nitribitt und andere Fälle : Verbrechen zahlt sich aus

Mit dem Tod Unterhaltung treiben, ist das Schicksal von Erfolgsschriftstellern. Wie in der Wirklichkeit bleibt in der Literatur meist alles offen. Nur im Krimi nicht.
Perfekte Ergänzung: Zum Wein werden deftige Kleinigkeiten serviert.

Lokaltermin : Gute Tropfen, kleine Snacks

Auch das wird in den Wochen des Lockdowns fehlen: Die Weinbar „Urban & Anders“ setzt im Frankfurter Amüsierviertel Alt-Sachsenhausen einen entspannt-erwachsenen Akzent. Ausgesprochen moderate Preise und eine gute Weinauswahl überzeugen den Gast.
Buntes Gericht: Gäste können sich in der „UBowl“ ihre Schüssel individuell zusammenstellen

Lokaltermin : In die Schüssel, aus der Schüssel

Das „UBowl“ in Frankfurt ist ein schlicht designter, dabei fein eingerichteter Imbiss, der ausschließlich Bowls anbietet. Der Inhaber Hai Mingh Hoang ist in der Spitzenküche sozialisiert. Das schmeckt man.

Lokaltermin : Modern und koscher

Das „Flowdeli“ soll mehr als ein typisches Museumscafé sein. Auf der Speisekarte finden sich kaum mehr als ein Dutzend Gerichte, aber sie spiegeln viele Einflüsse der jüdischen Küche wider – und sind alle koscher.
„Skinny Burger Sophie“: Ein Burger ohne Brötchen, der gewissermaßen in seinen Einzelteilen serviert wird.

Lokaltermin : Buletten und Berge

Das „Sissi und Franz“ in Frankfurt-Bockenheim spielt mit der guten alten Donaumonarchie. Serviert werden Burger mit alpenländischem Touch.

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  • So voll wird es sobald nicht mehr: das Große Haus im Wiesbadener Staatstheater, Szene aus „Cosi fan tutte“

    Öffnung von Theater und Oper : Kein Schachbrettmuster in Hessen

    Die hessischen Theater und Opern müssen sich pandemiebedingt auf neue Voraussetzungen für den Spielbetrieb einstellen. Während das Mainzer Staatstheater mehr Zuschauer zulässt, bleibt in Frankfurt vorerst alles beim Alten.
  • Die Kunst der Spinne

    Tier, Name und Kunst : Hitler-Käfer und Kipling-Spinne

    Anophthalmus hitleri ist sein Name nicht gut bekommen. Tomás Saraceno fordert neue wissenschaftliche Namen für manche Arten. Anlässlich seiner Schau im Landesmuseum Darmstadt.
  • Beschränkt: Auch die Komödie in Frankfurt muss mit dem Corona-Modus leben

    Beschränkte Besucherzahlen : Weniger Theater für mehr Theater

    Für Theater gilt es endlich eine Regelung zu finden, die ein besonnenes Hochfahren der Kapazitäten erlaubt. Ein Sitz frei nach jeder Seite und eine Maske für den Kunstgenuss klingen machbar.
  • Sandkastenspiele: Nele Neuhaus nutzt ein japanisches Zen-Gärtlein für ihr Figurentableau.

    Taunus-Krimi von Nele Neuhaus : Der Mörder steht noch im Zen-Garten

    Während ihr Liebesroman „Zeiten des Sturms“ seit mehr als sieben Wochen auf Platz eins der Bestsellerliste steht, tüftelt Nele Neuhaus in Bad Soden am nächsten Taunus-Krimi – die Vorgeburtsstunde beginnt mit einem kreativen Scherenschnitt.
  • Bilder der Vergangenheit: ein Konzert mit vielen Besuchern in der Frankfurter Batschkapp

    Finanzhilfen für Veranstalter : Die Luft zum Atmen

    Wegen der Corona-Krise mussten einige Clubbesitzer ihre Lokalitäten schließen. Ein Förderprogramm soll das in Zukunft verhindern und eine „pandemiegerechte Wiederaufnahme“ ermöglichen. Ob das allein ausreicht, ist fraglich.
  • Preisträger: Saxophonist Tony Lakatos

    Jazzpreis für Tony Lakatos : Gediegene Eleganz

    Er sollte eigentlich das musikalische Familienerbe an der Geige weiterführen. Doch Tony Lakatos wählte lieber das Saxophon. Nun erhält er im Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt den Hessischen Jazzpreis.
  • Zum Gedenken an Ror Wolf : Subtile Collagen

    Christian Brückner erweckt die Texte des im Februar verstorbenen Wort- und Collagen-Künstlers Ror Wolf mit seiner Robert-de-Niro-Synchronstimme in der Frankfurter Alten Oper zum Leben – und macht damit steht den Eindruck, direkter Beobachter der geschilderten Ereignisse zu sein.
  • Liebt es, wenn alle gemeinsam essen: Maja Wolff, Grüne-Soße-Tag-Chefin

    Grüne-Soße-Festival : „Wer kann, muss helfen“

    Immer im Mai findet in Frankfurt ein acht Tage dauerndes Grüne-Soße-Festival statt. Dieses Jahr fiel es pandemiebedingt aus, doch Festival Macherin Maja Wolff plant dafür eine Gala mit Online-Zugang. Im Interview sagt sie, wie viel Hoffnung daran hängt.
  • In der DDR verboten: Cornelia Schleime, „Ich halte doch nicht die Luft an“, 1982, eine Kritik am Stasi-Staat

    Ausstellung „We Never Sleep“ : Kamera im Kugelschreiber

    Realität und Fiktion der Spionage: In der Schirn Kunsthalle ist die umfangreiche Ausstellung „We Never Sleep“ zu erleben. Die Fülle der Ausstellungsstücke bringt viele Fragen mit sich – und viele Rätsel bleiben auch nach dem Besuch.
  • Vom Verleger zum Krimiautor:  Es ist noch nicht allzu lange her, dass  Jörg Bong sein Pseudonym auch selbst gelüftet hat und Auftritte absolviert.

    Literaturhaus Frankfurt : Wenn der Muschelsucher vorliest

    Der Krimiautor Jean-Luc Bannalec stellt im Literaturhaus in Frankfurt sein neues Buch „Bretonische Spezialitäten“ vor. Er liest zum ersten Mal in der Stadt, in der er als Jörg Bong bekannt ist.
  • Fast allein: Mathias Tretter im Stalburg Theater, wo er vor 15 Zuschauern sein neues Kabarettprogramm getestet hat.

    Stalburg Theater in Frankfurt : Testballon mit Mathias Tretter

    Demnächst mit Plexiglas: Das Stalburg Theater in Frankfurt zeigt die Vorpremiere des Kabarettisten und plant die vorsichtige Öffnung – mit einer überschaubaren Anzahl an Zuschauern.
  • Ein Bücherstapel auf der Frankfurter Buchmesse: Während die Pandemie andauert, verlagert sich das Buchgewerbe ins Netz.

    Digitaler Literaturbetrieb : Netz statt Messe

    In etwa drei Wochen läuft die Frankfurter Buchmesse weitgehend digital ab, andere Akteure ziehen nach. Ob Aufzeichnung oder Live-Stream: Während die Pandemie andauert, wird das Buchgewerbe immer fiktiver.
  • Erzählt vom eigenen Leben: Schriftstellerin Zsuzsa Bánk

    Zsuzsa Bánk über neues Buch : Leben, Tod und Schreiben

    Die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk berichtet in ihrem neuen Buch „Sterben im Sommer“ vom Tod ihres Vaters und davon, wie man das eigene Erleben erzählt. Getröstet hat sie das Schreiben nicht – aber es hat ihr dabei geholfen, sich heute besser zu fühlen.
  • Hip-Hop aus Offenbach : Rappen ohne Protzen

    Als Nepumuk zeigt Nelson M. Brandt, dass Hip-Hop sehr gut ohne den Klamauk drumherum auskommen kann. Statt auf Gangsta-Rap setzt der Musiker auf Soul, Funk und Jazz.
  • Inklusive Sprache: Wen meint das generische Maskulinum eigentlich mit?

    Geschlechtergerechte Sprache : Gender-Furor in der Stadtverwaltung

    Die Welt bildet sich in der Sprache ab, das wussten schon Hegel und Butler. Und wenn Sprache auf Einseitigkeiten beruht, gilt es diese aufzubrechen. Was die Frankfurter Stadtverwaltung aber derzeit praktiziert, gleicht einem Gender-Furor.
  • Die Frankfurter können Ende Oktober eine Woche lang den Geschichten nachspüren, die sie sich seit Nitribitts Tod erzählt haben.

    „Frankfurt liest ein Buch“ : Stadtrundfahrt mit Lebedame

    Ihre Geschichte wurde immer wieder neu erzählt und uminterpretiert: Das Festival „Frankfurt liest ein Buch“ widmet sich eine Woche lang der ermordeten Frankfurter Prostituierten Rosemarie Nitribitt.