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Robert-Gernhardt-Preis : Romanprojekte von Tanja Paar und Fredy Gareis

  • Aktualisiert am

Preisträgerin beim Robert-Gernhardt-Preis: Tanja Paar bei einer Lesung aus ihrem Roman „Die zitternde Welt“ im Rahmen der Unter-Olmer Unterredungen im Oktober 2020. Bild: Daniel Meuren

Der Robert-Gernhardt-Preis fördert anders als übliche Literaturpreise unvollendete Projekte: In diesem Jahr werden Tanja Paar und Fredy Gareis ausgezeichnet. Voraussetzung ist ein Hessen-Bezug.

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          Die Schriftsteller Fredy Gareis und Tanja Paar erhalten den Robert-Gernhardt-Preis 2021. Die beiden Autoren teilen sich die mit insgesamt 24.000 Euro dotierte Auszeichnung, wie die hessische Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Sie hoffe, dass der Preis ihnen helfe, ihre im Entstehen begriffenen Romane zu vollenden. Die Auszeichnung ist nach dem Schriftsteller, Zeichner und Maler Robert Gernhardt (1937-2006) benannt, der unter anderem die Satirikergruppe Neue Frankfurter Schule mitgründete. Der Preis wird am 7. September in Bad Homburg verliehen.

          Die Österreicherin Tanja Paar, Jahrgang 1970, bekommt den Preis für ihr Romanprojekt „Der Ziegenzirkus“. Es spielt im Kosmos eines Dorfes im Grenzgebiet zwischen Nordhessen und Thüringen. Die Jury überzeugten die unterschiedlichen, aber ausschließlich weiblichen Perspektiven: „Geschickt wechselt Tanja Paar in ihrem Prosatext die Blickwinkel und die Stillagen, um die Konflikte zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen anschaulich zu machen. Es geht um Selbstoptimierung, Selbstfindung und Selbstüberforderung. Und darum, welche Bedeutung der Begriff Heimat in der Gegenwart haben kann.“ Paar erreichte mit ihren ersten beiden Romanen „Die Unversehrten“ und „Die zitternde Welt“ Achtungserfolge bei der Literaturkritik in Deutschland wie auch ihrem Heimatland Österreich. Zuvor hatte Paar als Journalistin bei der Wiener Tageszeitung „Der Standard“ gearbeitet, Prägend für ihren Werdegang waren laut Paar Studienjahre im schweizerischen Lausanne am Genfer See mit nach ihren Worten für ihre intellektuelle Entwicklung wichtigen persönlichen Begegnungen.

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