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Pop-Hoffnung Ami Warning : Federleicht und unverkrampft

Mittwoch Abend im Bett: Pop-Hoffnung Ami Warning spielt in dem Frankfurter Club Bild: Bett-Club

Pop-Hoffnung Ami Warning hat ihr erstes deutschsprachiges Album aufgenommen: „Momentan“ lautet der Titel. Die Sängerin stellt diesen Erstling an diesem Mittwoch Abend in Frankfurt vor.

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          „Und du singst jetzt auf Deutsch, machst du das fürs Geld, ich glaub, dass mir das Englische besser gefällt“, heißt es in einem neuen Song von Ami Warning, dessen Titel „Gegenwind“ durchaus Bände spricht. Die junge Sängerin aus München gilt nämlich auch deshalb als große Pop-Hoffnung, weil sie ihre beiden bisherigen Alben „Part Of Me“ (2014) und „Seasons“ (2016) mit Songs in englischer Sprache eingespielt hat. Sie ließen etliche Hörer staunen, vor allem, weil es eine kaum zwanzig Jahre alte Frau war, der die kehlig-rauhe Stimme gehörte.

          Christian Riethmüller

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die könnte doch was reißen, auch international, mag manch einer gedacht und dabei auch Ami Warnings Vater Wally im Sinn gehabt haben. Der von der Karibikinsel Aruba stammende Bassist ist ein etablierter Musiker, der schon mit Größen wie Sam & Dave und Lightnin’ Hopkins gespielt hat, vor einigen Jahren mit dem Titel „No Monkey“ einen kleinen Hit hatte und mit seiner Band eine feste Größe in der Münchner Musikszene ist.

          Resultat eines längeren Reifeprozesses

          Zu dieser Band gehört auch Ami Warning, die für ihre eigenen Aufnahmen zwar auf Papas musikalische Mithilfe vertraut, trotzdem aber nun ihren eigenen Weg gegangen ist und ein Album mit ausschließlich deutschen Texten eingespielt hat. Es heißt „Momentan“ und ist das Resultat eines längeren Reifeprozesses. „Ich habe schon früher deutsche Texte verfasst. Die habe ich gesammelt, und dann waren genug da. Es gab also nicht den einen bestimmten Moment, in dem ich mich zu einem deutschsprachigen Album entschloss“, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung: „Deutsch hat für mich den Vorzug, dass ich Dinge direkter sagen kann.“

          Entstanden sind die Lieder auf der Gitarre („Immer erst die Melodie und dann der Text“). Zusammen mit einem Studiotüftler probierte sie ihnen zunächst ein elektronisches Gewand an, versah sie dann, im Band-Format, mit einem ungestümeren Live-Sound und war noch immer nicht ganz zufrieden, bis in Zusammenarbeit mit den Berliner Produzenten Simon Frontzek und Rudi Maier der geeignete Sound gefunden wurde: federleichter Pop mit unverkrampften Texten zu eingängigen Melodien, mal mit einem Hauch Soul, mal mit einer Prise Reggae versehen, ganz entspannt und sommerlich warm.

          Diesen Mix, der manchmal an die Lieder der Frankfurterin Namika denken lässt, spielt Warning nun auf einer ausgedehnten Club-Tour durch Deutschland auch live, begleitet von einer fünfköpfigen Band.

          Ami Warning tritt heute von 20.30 Uhr an im Frankfurter Club Das Bett, Schmidtstraße 12, auf.

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